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Borna Groitzsch macht kaum Gewinn mit dem Wohnbaugebiet „Wiesenblick“
Region Borna Groitzsch macht kaum Gewinn mit dem Wohnbaugebiet „Wiesenblick“
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00:19 13.10.2017
Blick auf das Groitzscher Rathaus. Quelle: Jens Paul Taubert
Groitzsch

Das neue Wohnbaugebiet „Wiesenblick“ im Westen von Groitzsch wird nicht das finanziell gute Geschäft, das sich die Kommune erhofft hatte. „Da wird nichts für die Stadt hängenbleiben“, formulierte Bürgermeister Maik Kunze (CDU) angesichts der Verteuerung bei der Erschließung des Areals. Rund 300 000 Euro mehr müssen gezahlt werden. Kaum positiver äußerte sich deshalb Kämmerer Steven Weizenmann. Er sprach davon, dass sich der prognostizierte Gewinn fast auf eine schwarze Null herunterbewegt. Wenigstens ist das – aus kommunaler Sicht dringend nötige – Interesse von Häuslebauern groß. Es ist nur noch ein knappes Viertel der 25 Bauplätze im Angebot.

Erste Grundstücke sind übernommen

Groitzsch hat das Wohngebiet „Wiesenblick“ selbst entwickelt und vor allem mit Hilfe der Firma Reif Baugesellschaft aus Schkeuditz, Niederlassung Tautenhain, erschlossen. Mit den Arbeiten war vor reichlich 15 Monaten begonnen worden. Mitte September waren sie beendet, sodass die ersten Bauherren ihre Grundstücke übernehmen konnten. Wenn sie eine Baugenehmigung haben, können sie nun ihre Einfamilienhäuser errichten, so Kunze. Inzwischen sind neun Bauplätze tatsächlich beziehungsweise so gut wie verkauft. Weitere neun sind reserviert. Ebenso liegt eine Reservierung vor für eins der beiden Grundstücke, die die Kirchgemeinde über Erbbaupacht vermarktet. Das zweite sowie fünf kommunale Parzellen sind aktuell noch zu haben. Dabei verlangt die Stadt immerhin 105 Euro pro Quadratmeter.

Bis 100 Einwohner mehr für die Stadt

Den relativ hohen Preis für die Region hatte Groitzsch gewählt, da aufgrund von umfangreichen umwelt- und naturschutzrechtlichen Auflagen – darunter die Umsiedlung von Zauneidechsen (die LVZ berichtete) – schon frühzeitig üppigere Erschließungskosten als gewöhnlich abzusehen gewesen waren. Und die Kommune musste diese ja vorfinanzieren; das Geld der Bauherren erhält sie erst, wenn diese ihre Grundstücke in Besitz nehmen können. Außerdem waren auch die archäologischen Untersuchungen schließlich um einiges teurer. Mehr als 125 000 Euro waren an das Landesamt zu zahlen, ließ der Bürgermeister wissen.

Damit beläuft sich die städtische Investition nun auf insgesamt 1,7 Millionen Euro statt der ursprünglich mal eingeplanten 1,4 Millionen. Kleiner Trost für die Stadtväter: Wenn alle Flächen im „Wiesenblick“ vergeben und die Eigenheime errichtet sind, gibt es in Groitzsch 25 Haushalte mit 50 bis 100 Menschen mehr.

Von Olaf Krenz

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