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Groitzsch plant Sanierung der Marienbrücke und neues Chemiekabinett

Rück- und Ausblick Groitzsch plant Sanierung der Marienbrücke und neues Chemiekabinett

Ein neuer Brunnen auf dem Marktplatz, ein wieder – und besser – befahrbarer Elsterradweg, ein rundum sanierter Sportplatz, instandgesetzte Brücken und Straßen: In Groitzsch bestimmten im Vorjahr private und kommunale Bautätigkeiten das Stadtbild. Auch in diesem Jahr hat die Stadt ein volles Programm.

Der Brunnen ist im vergangenen Jahr auf dem Groitzscher Marktplatz eröffnet worden.

Quelle: Olaf Becher

Groitzsch. Ein neuer Brunnen auf dem Marktplatz, ein wieder (und besser) befahrbarer Elsterradweg, ein rundum sanierter Sportplatz, instandgesetzte Brücken und Straßen: In Groitzsch ist im vergangenen Jahr sozusagen an allen Ecken und Enden gebaut, gebuddelt und gewerkelt worden. Sowohl private als auch kommunale Bautätigkeiten bestimmten das Stadtbild. Auch in diesem Jahr, so sagt Bürgermeister Maik Kunze, habe die Stadt etliche Vorhaben auf ihrer Agenda.

Der Elsterradweg ist wieder freigegeben und wird schon rege genutzt

Der Elsterradweg ist wieder freigegeben und wird schon rege genutzt.

Quelle: Julia Tonne

Das erscheint in Anbetracht der Maßnahmen von 2015 durchaus gerechtfertigt. Kaum etwas, das in den vergangenen Monaten in der Kernstadt und den Ortsteilen nicht saniert wurde. Vor allem Kinder, Jugendliche und Sportler dürften sich freuen, dass noch pünktlich zum Jahresende der Sportplatz fertig geworden ist. Doch der DIN-gerechte Ausbau verzögerte sich um einige Wochen, dafür gebe es laut Rathauschef ab der kommenden Saison hervorragende Trainings- und Wettbewerbsbedingungen.

Wie berichtet, war der Sportplatz beim Hochwasser vor zwei Jahren so stark beschädigt worden, dass die Sportler unter erhöhten Vorsichtsmaßnahmen trainieren oder auf den Kunstrasenplatz ausweichen mussten. Auch der Schulsport drängte sich auf der kleinen Fläche nebenan.Die Kosten für den grundhaften Ausbau beliefen sich letztlich auf rund 600 000 Euro, „leider reichten hier die angemeldeten Mittel aus dem Hochwasserfonds nicht aus, so dass die Hälfte der Investitionssummer aus eigenen Kräften finanziert werden musste“, erklärt Kunze.

Der Sportplatz in Groitzsch ist umfangreich saniert worden und kann ab Frühjahr wieder genutzt werden

Der Sportplatz in Groitzsch ist umfangreich saniert worden und kann ab Frühjahr wieder genutzt werden.

Quelle: Julia Tonne

Zahlreiche Brücken und Wege erhielten 2015 außerdem eine grundhafte Erneuerung, in diesem Jahr könnten die letzten Schäden des Hochwassers 2013 beseitigt werden, ist Kunze zuversichtlich. Die beiden Ortsteile Kleinhermsdorf und Gatzen bekamen den lang ersehnten Schmutzwasserkanal, so dass die beiden Ortschaften an das zentrale Klärsystem angeschlossen werden konnten. Zudem bekam Audigast einen neuen Spielplatz, den Marktplatz in der Kernstadt schmückt seit Sommer ein neuer begehbarer Brunnen.

Ungebrochen war im vergangenen Jahr in Groitzsch auch der Trend zum Bau eines Eigenheims. So entstanden 2015 insgesamt 16 Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus. Kunze rechnet damit, dass sich diese Zahl in den nächsten Monaten deutlich erhöhen wird, denn Ende dieses Jahres könne mit der Fertigstellung des kommunalen Wohnbaugebietes Wiesenblick gerechnet werden. Alle planerischen Voraussetzungen seien 2015 abgeschlossen worden. Die Gesamtkosten für Erschließung und Planung des Wohngebietes beziffert der Rathauschef auf circa 1,4 Millionen Euro, allerdings bleibt die Summe nicht an der Stadt hängen, vielmehr gibt sie die Kosten beim Verkauf der Grundstücke an die Eigenheimbauer weiter.

Auch in diesem Jahr ist die Agenda der Maßnahmen schon gut gefüllt, wie Kunze betont. Erstes und zugleich eines der größten Vorhaben neben dem Wiesenblick wird die Sanierung der Marienbrücke nahe der Wiprechtsburg. Die Kosten, so schätzt die Stadtverwaltung, belaufen sich auf rund 300 000 bis 350 000 Euro, derzeit läuft die Ausschreibung.

Außerdem will die Stadt die Breitbandversorgung in den Ortsteilen deutlich verbessern, der Förderantrag sei bereits eingereicht. Über das sogenannte Leader-Programm hofft Kunze, dass der Imbiss am Großstolpener See wieder aufgebaut werden kann. „Mit Fördergeldern und der Entschädigung ist das zu bewerkstelligen, aber wohl erst im nächsten Jahr.“

Was hingegen schon in diesem Jahr klappt – mit Hilfe des Leader-Programms – ist der Rückbau der Agros-Werkstatt in Großstolpen. Für einen symbolischen Betrag hatte die Stadt das Gelände gekauft, um durch den Abriss das Baufeld für das neue Feuerwehrgerätehaus zu schaffen. Der Rückbau ist bereits für dieses Jahr geplant, das Gerätehaus kommt aber ebenfalls erst 2017.

Weitere Vorhaben, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden sollen, sind unter anderem der Bau weiterer Löschwasserbrunnen in den Ortsteilen und der Umzug der Spielothek, damit in Sebastians Hof ab Herbst die Vorarbeiten für den Kindergarten Schilfkörbchen anlaufen können. Die Oberschule bekommt laut Kunze zudem zum neuen Schuljahr ein komplett neues Chemiekabinett. Das schlage mit rund 100 000 Euro zu Buche, die die Stadt aus eigener Tasche zahlen müsse. Auch die Außensportanlagen am Gymnasium werden in den nächsten Monaten erneuert und heutigen Erfordernissen angepasst. Die Gesamtkosten dafür liegen bei etwa 150 000 Euro. Kunze hofft allerdings, dass es über das neu aufgelegte kommunale Investitionsförderungsgesetz Fördermittel gibt.

Von Julia Tonne

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