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Groitzsch vergibt vier Bauaufträge fürs Sportlerheim über 211.000 Euro

Sanierung Groitzsch vergibt vier Bauaufträge fürs Sportlerheim über 211.000 Euro

Günstiger, als berechnet, ist die neue Vergaberunde für die Sanierung des Groitzscher Sportlerheims ausgefallen. Der Stadtrat beschloss am Donnerstagabend vier Aufträge über insgesamt rund 211.000 Euro, was fast 21.500 Euro unter dem Plan liegt. Allerdings ist das Gesamtprojekt beim jetzigen Zwischenstand schon teurer, als geschätzt.

Die Sanierung des Groitzscher Sporthauses an der Schletterstraße kann starten. Der Stadtrat hat jetzt Aufträge für (Bau-)Firmen in Höhe von gut 211 000 Euro vergeben.

Quelle: Mathias Bierende

Groitzsch. Richtig Schwung brachte der Groitzscher Stadtrat am Donnerstagabend in die Sanierung des Sportlerheims in der Schletterstraße. Die Abgeordneten bestätigten gleich vier Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 211 000 Euro. „Damit setzen wir klar das Zeichen: Es geht jetzt los!“, befand Bürgermeister Maik Kunze (CDU). Für Abriss und Rohbau war bereits Anfang Juli ein Unternehmen ausgewählt worden (die LVZ berichtete). Als Termin für die Wiedereröffnung steht der 1. April 2018.

Finanziell erfreulich für die Kommune ist, dass zwei Angebote deutlich unter den vom Planer berechneten Kosten liegen. Trotz eines erhöhten Preises kommt die Stadt in dieser aktuellen Vergaberunde fast 21 500 Euro günstiger weg, als gedacht. Was den Parlamentariern natürlich gefiel, andererseits aber auch Sorgen bereitete.

„Hier und da sind die Unterschiede nach unten doch recht groß. Bekommen wir da auch noch das, was wir wollen?“, fragte etwa Andreas Zielke (CDU). Einander ergänzend, erklärten der Bürgermeister sowie Bauamtsleiter Dirk Schmidt, dass die Details der Arbeiten („Bis zur Stärke des Parketts“, so Kunze.) in den Ausschreibungen festgeschrieben sind, die Unternehmen in Gesprächen die ausreichende Höhe der Preise bestätigten und schließlich dem Planungsbüro die Kontrollaufsicht zukommt. „Holzauge, sei wachsam“, entfuhr es Zielke daraufhin. Nicht, dass später Nachforderungen kommen, meinte er.

Diese würden das Vorhaben weiter verteuern. Schon jetzt haben die Stadträte für das Sportlerheim einschließlich Planung, Abriss und Rohbau Beschlüsse über rund 490 000 Euro gefasst. Und da fehlen noch Heizung, Lüftung, Sanitär sowie Fassade und Terrassenbau. Ur­sprünglich waren für das Gesamtprojekt nach einer groben Kostenschätzung 400 000 Euro veranschlagt worden, die über das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ gefördert werden sollen.

Günstige Preise erzielte die Kommune bei Bodenbelag/Parkett sowie Malerarbeiten. Für das erste Los verlangt die Firma Roland Malke aus Grimma etwa 37 500 Euro, bei angenommenen 51 400 Euro. „Aber wir haben uns bei der Stadt Grimma erkundigt, die bisher kein Problem mit dem Betrieb hatte“, so Amtsleiter Schmidt. Und das Malergeschäft Deutrich übernimmt seine Aufgabe sogar für wenig mehr als die Hälfte der Berechnung: 27 400 statt 53 500 Euro.

Als einziger der aktuellen vier Aufträge bleiben die Elektroarbeiten in der Kommune. Die Audigaster Firma Kahnt Elektrotechnik erhielt für 99 000 Euro den Zuschlag, worüber sich nicht nur Kai Ludwig (FDP) freute. Bei einer Kostenberechnung von knapp 82 000 Euro war nur dieses Unternehmen im fünfstelligen Be­reich. Der teuerste der vier Bieter hatte fast 176 000 Euro verlangt. Auf dem Niveau der Planungsangaben bewegen sich die Türen und Brandschutzelemente der Firma Holz-Glasbaugesellschaft Leipzig mit 47 500 Euro.

Für das Los Heizung, Lüftung, Sanitär hatte es kein Angebot auf die öffentliche Ausschreibung gegeben, sagte der Bauamtsleiter. Nun werden Firmen in der Umgebung direkt angefragt, „eine beschränkte Ausschreibung also“.

Von Olaf Krenz

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