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Groitzscher Burgfest: "Wiprecht in Flammen"

Groitzscher Burgfest: "Wiprecht in Flammen"

Das Dreizehnte, wird man später sagen, war anders. Zum ersten Mal kein Mittelalterfest, zum ersten Mal richtig mieses Wetter. „Wiprechtsburg in Flammen" hieß das Motto anno 2011. Das klang spannend, und so pilgerten dem Dauerregen zum Trotz am Sonnabend Hunderte Besucher hinauf zur Burgruine, vergnügten sich in den Festzelten und feierten den Höhepunkt des Abends, als es die Pyro-Profis der Groitzscher Feuerwerksfirma traditionell wieder richtig krachen ließen.

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Der Höhepunkt des 13. Groitzscher Burgfestes: Ein Meer aus Farben und Musik begeisterte 20 Minuten lang die Besucher, die trotz des Dauerregens am Sonnabend recht zahlreich auf die Wiprechtsburg gekommen waren.

Quelle: Hartmut Karich

Groitzsch. Diesmal nützte den rührigen Organisatoren des Karnevalsvereins „Schnaudertaler Burgnarren" kein Stoßgebet zum Himmel. „Zwölfmal haben wir Glück gehabt mit dem Wetter. Nun machen wir das Beste draus", sagte Vereins-Vize Anke Neumann fest entschlossen und hatte ihre gute Laune nicht verloren, während die Tropfen aufs Zeltdach trommelten. „Ein großes Dankeschön an alle, die uns heute die Treue gehalten haben."Bei Temperaturen knapp über zehn Grad gaben die Schnaudertaler alles für ihre Gäste. Halb sieben hieß es: „Der Präsident ist Glühwein holen." Vereinschef Frank Günther ist Inhaber des Groitzscher Wirtshauses „Zur Schmiede" und rollte mit den Reserven an. „Ich habe noch nie im Leben im Juli Glühwein verkauft", lachte er. Resümee spät am Abend: Der Gedanke war ein Renner.Zunächst galt es aber, einen weiteren Rückschlag zu verdauen. Nach mehreren Telefonaten war gegen 19 Uhr klar, dass die „Wildfire"-Show ausfallen muss. „Es ist einfach zu nass", bedauerte Anke Neumann. „Aber wir haben sie für nächstes Jahr gleich wieder eingeladen." Nun galt das Bangen dem großen Feuerwerk, doch da gaben die Pyrotechniker wenig später Entwarnung. Unbeeindruckt vom Regen wuselten sie auf der Freilichtbühne. „Solange alles abgedeckt ist, kann nichts passieren", erklärte Enrico Rollfing, als er mit Vater Wolfgang in der Burgruine gerade die Riesenfontäne installierte.Das Feuerwerk gehört weiter zur Burgfest-Tradition, eine andere wurde beendet. Warum kein Mittelalter mehr? „Nach zwölf Jahren wollten wir diesmal etwas Neues bieten, und auch viele Besucher haben sich zuletzt ein anderes Motto gewünscht", blickte Anke Neumann zurück. „Also haben wir zwei Bands eingeladen, die für gute Oldie- und Country-Musik stehen, das Programm mit mehreren Darbietungen von Tanzgruppen unseres Vereins gewürzt, und vor dem Feuerwerk war eben noch die Wildfire-Show geplant."Natürlich gehörten auch wieder viele Stände zum Angebot. „Seit Donnerstag haben wir hier aufgebaut", erzählte Harald Feige, der sich wie viele andere Vereinsmitglieder extra freigenommen hatte. Rund 30 Schnaudertaler waren unermüdlich im Wochenend-Einsatz. Und nicht nur sie. Den großen Kuchenstand haben die Eltern der „Flitzpiepen" geschmissen. „Toll", lobte die Trainerin der Nachwuchs-Tanzgruppe, Gudrun Lippold. „Sie haben den Kuchen gebacken, stehen jetzt hier am Stand, und auch bei unseren Auftritten ist auf sie immer Verlass."Im Zelt führte „Ausbilder Neumann" (bürgerlicher Vorname Frank) mit Humor durchs Programm; nach den Flitzpiepen präsentierten die „Housewifes" und die „Diamonds" ihre Tänze. Als die Groitzscher Südraumband „Jugendliebe" sang, rückte draußen die Feuerwehr an. Noch ein „Aloa he" von Thomas Spillner und seinem Teufelsgeiger, dann tauchte der Burgberg 20 Minuten lang in ein faszinierendes Meer aus Farben und Musik. Klatschen, Johlen, Pfeifen, „es war wieder unglaublich", freute sich Anke Neumann mit all den Besuchern, die im Dauerregen ausgehalten hatten.

Und noch lange aushielten. „Another Break In The Wall" lud die Südraumband schon wieder zum Tanz. „Ich glaube, das neue Konzept ist trotz allem gut angekommen. Viele Besucher haben uns heute Mut gemacht für das 14. Fest.

Hartmut Karich

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