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Groitzscher Burgnarren bauen Kinderstadt im Hort auf – mit Wachschutz und Sanitätern

Soziales Engagement Groitzscher Burgnarren bauen Kinderstadt im Hort auf – mit Wachschutz und Sanitätern

Nach 16 Benefizgalas und 23 000 Euro eingenommenen Spendengeldern legt der Groitzscher Carnevalsverein Schnaudertaler Burgnarren in diesem Jahr eine Pause ein. Dafür suchte er sich zwei Alternativprojekte: die Unterstützung eines Sponsorenlaufs zugunsten eines Leipziger Hospiz sowie das Projekt „Der CSB spendet Zeit“.

So ähnlich wie die Kinderspielstadt vor zwei Jahren im Groitzscher Hort am Wasserturm, wollen die Schnaudertaler Burgnarren am Freitag dort wieder eine Spielstadt errichten.

Quelle: Thomas Kube

Groitzsch. Ein Abonnement auf Frohsinn, Humor und gute Laune hat der Groitzscher Carnevalsverein „Schnaudertaler Burgnarren“. Unter dem Schlachtruf „Wiprecht Hellau“ (nur echt mit dem doppelten „L“) hat er seit seiner Gründung 1998 schon viele Menschen zum Lachen gebracht. Und dennoch können die Spaßmacher auch ernste Töne anstimmen.

So richten sie seit 1999 zusammen mit befreundeten Vereinen jährlich eine Benefizveranstaltung zugunsten sozialer Einrichtungen und Vereine aus, das ist einzigartig im Landkreis Leipzig. Mit ihren bisher 16 Galas und 23 000 Euro eingenommenen Spendengeldern unterstützten die Groitzscher unter anderem die Förderschule für geistig Behinderte in Borna, das Kinderheim „Völkerfreundschaft“ und das Kinderhospiz „Bärenherz“ in Markkleeberg, den Kindernest-Verein für Pflege- und Adoptivfamilien, den Kindergarten „Cöllnitzer Landmäuse“, das Kinderheim „Sonnenland“ in Altenburg oder das Ronald-McDonald-Haus für Eltern schwerkranker Kinder in Leipzig.

„Gern würden wir diese Tradition fortführen und ein strahlendes Lächeln auf die Gesichter der Kinder zaubern. Doch die Zeiten haben sich geändert“, bedauert Vereinssprecherin Alexandra Troschke, „denn wir mussten in den letzten Jahren leider feststellen, dass die Teilnahme befreundeter Faschingsvereine und das Interesse des Publikums an unserer Benefizgala spürbar nachgelassen haben.“

Schweren Herzens beschlossen die Burgnarren, mit der Benefizgala zu pausieren und sie erst 2017 wieder auszurichten. Keine Luft lassen sie aber an ihr soziales Engagement und suchten sich zwei Alternativprojekte aus: den Sponsorenlauf zugunsten des Hospiz Advena in Leipzig, der bereits im Mai stattfand, sowie das Projekt „Der CSB spendet Zeit“ – im Kinderhort am Wasserturm. Am Freitag wird diese Idee in die Tat umgesetzt.

Seit vielen Jahren erhalten die Jecken immer wieder Spielgeräte, Bastelmaterial und Dekoartikel aus dem Kinderhort für ihre Faschingsveranstaltungen und die Kindertagsparty Anfang Juni. „Nun möchten wir uns bei Sigrun Jentsch und ihrem Team bedanken“, sagt Josephine Neumann vom CSB-Vorstand. „Wir spenden Zeit. Denn als gemeinnütziger Verein wissen wir nur zu gut, wie wertvoll fleißige Helfer im Hintergrund sind.“ In Anlehnung an die Kinderstadt vor zwei Jahren, von der die Mädchen und Jungen noch heute begeistert reden, entschloss sich der CSB zu einer Neuauflage.

Die Karnevalisten richten am Freitag verschiedene Stände zum Schauen, Staunen und Mitmachen ein: Töpfern, Basteln von Pfeil und Bogen, eine Modenschau oder einen Schokoladenstand. Auch für den Notfall haben sie vorgesorgt. Die Kids vom Sanitäterstand werden eingreifen, wenn blaue Flecken oder kleine Schrammen versorgt werden müssen, und der Wachschutz am Toreingang führt Protokoll über alle Besucher, damit in der Kinderstadt alles mit rechten Dingen zugeht. Darüber hinaus gewährt der Verein einen Blick hinter die Kulissen und animiert die Hortkinder zu einem Tanzkurs, einer Kabarettprobe oder dem Einstudieren eines Sketches. Das kleine Programm wird ab 16.30 Uhr in der Turnhalle aufgeführt. Für den richtigen Ton sucht der CSB am Technikstand noch helfende Hände beim Aufbau von Mischpult, Scheinwerfer und Boxen.

Bereits im Mai unterstützten die Burgnarren einen Sponsorenlauf zugunsten des Leipziger Hospiz Advena. Franziska Helm, Tänzerin in der Garde und bei den Red Diamonds und angehende Krankenschwester, nahm daran teil und holte für zehn Runden insgesamt 50 Euro. „Der CSB zögerte keine Sekunde, als Franzi mit dieser Idee an uns herantrat und erklärte sich sofort als Sponsor für diesen Lauf bereit“, so Alexandra Troschke.

Von Kathrin Haase

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