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Borna Groitzscher Feuerwehr personell beinahe abgebrannt – Werbung um Mitstreiter
Region Borna Groitzscher Feuerwehr personell beinahe abgebrannt – Werbung um Mitstreiter
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06:00 18.09.2017
Wehrleiter Mario Zetzsche (hinten 2. v. li.) und Bürgermeister Maik Kunze (hinten 3. v. li.) freuten sich über sechs neue Interessenten für die Groitzscher Feuerwehr. Quelle: Olaf Becher
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Groitzsch

Diesen eindringlichen Appell fanden letzte Woche alle Groitzscher als Handzettel in ihren Briefkästen: „Bei deiner Feuerwehr brennt es lichterloh! Wir befinden uns in einer extremen Personalnot, so dass wir nicht mehr garantieren, ob wir dir helfen können. Deine Bereitschaft löst das Problem!“ Damit machten die Kameraden der Stadtwehr auf eine Informationsveranstaltung in ihrem Gerätehaus aufmerksam, die am Sonnabendnachmittag für mehr Engagement der Einwohner in der Wehr warb.

„Wir wollen damit offensiv auf unseren Personalnotstand hinweisen, denn nicht nur während der wöchentlichen Arbeitszeit, sondern generell fehlen bei uns die Leute“, erklärte der stellvertretende Stadtwehrleiter Mike Köhler die Situation. Derzeit verfügt die Groitzscher Feuerwehr über 31 Einsatzkräfte, von denen aber 70 Prozent in der Woche nicht verfügbar sind. „Tagsüber liegt unsere Einsatzstärke bei etwa zwölf Mann, jedoch nur zwei davon sind Atemschutzgeräteträger. Diese Personalnot zieht sich durch die ganzen Ortsteilwehren“, so Köhler. Die Hoffnungen der Kameraden auf neue Mitglieder wurden zur Infoveranstaltung nicht ganz enttäuscht. Insgesamt sechs Interessenten, darunter zwei Frauen, schauten vorbei. Sie erhielten einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben, aber auch die Kameradschaft in der Wehr.

Christian Müller war einer davon. Der Berufssoldat bei der Marine der Bundeswehr zog vor sechs Jahren in die Schusterstadt und könnte sich nun eine Aufnahme in die örtliche Wehr vorstellen. „Auf der Fregatte bin ich bereits Truppführer bei der Brandabwehr und habe zahlreiche Lehrgänge besucht. Es müsste nur noch geklärt werden, ob diese Schulungen hier anerkannt werden“, sagte der 32-Jährige, der mit Sohn Phillip (2) gekommen war. Auch Stefanie und Ronny Hetzer bekundeten ihr Interesse. Der gelernte Karosserie- und Fahrzeugbauer versah schon in der Pegauer Wehr seinen Dienst, ehe gesundheitliche Probleme und die Arbeit eine Zwangspause forderten. Da die Ausbildung bereits vorhanden ist, sieht der 39-Jährige große Chancen für eine Mitgliedschaft. Auch Ehefrau Stefanie zählte bis zu einem Umzug vor einigen Jahren schon einmal zur Groitzscher Wehr. Jetzt in Großpriesligk heimisch, möchte sie erneut die Kameraden unterstützen, zumal auch der Sohn schon in der Jugendfeuerwehr aktiv ist. „Allerdings bin ich enttäuscht, dass so wenige gekommen sind“, meinte die Bürokauffrau.

Wehrleiter Mario Zetzsche sah das etwas nüchterner. „Auch wenn nur sechs Leute ihr Interesse gezeigt haben, hat sich dieser Tag schon gelohnt. In der heutigen Zeit müssen wir über jeden Zugewinn froh sein.“ Auf alle Fälle gebe die Groitzscher Wehr nicht auf, ihren Personalnotstand entgegen zu treten. Auch zu den Dienstzeiten jeden zweiten Mittwoch können sich Neugierige gern bei den Kameraden melden.

Von Olaf Becher

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