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Groitzscher Mordprozess: Guido N. will umfassend aussagen

Groitzscher Mordprozess: Guido N. will umfassend aussagen

Eigentlich war die Beweisaufnahme schon beendet. Doch: Guido N., der mutmaßliche Mehrfachmörder von Groitzsch will sich am Donnerstag umfassend zu den ihm vorgeworfenen Taten vor der Strafkammer des Landgerichtes Leipzig äußern.

Leipzig/Groitzsch. Das ruft Änderungen auf den Plan. 

Nach dem überraschenden Rückzug von Erhard Frank als N.s Wahlverteidiger am Montag (die LVZ berichtete), kündigte Pflichtverteidiger Malte Heise am Dienstag „eine umfassende Einlassung meines Mandanten" an. Das Landgericht Leipzig hatte am Nachmittag ein Fax aus dem Büro Heises erhalten. „Darin wird angekündigt, dass sich der Angeklagte zu den Sachverhalten und seiner Motivation öffnen will", bestätigte Landgerichtssprecherin Katrin Seidel.

 

Guido N. wollte bislang keine Aussage machen. Die Kehrtwende erklärte Pflichtverteidiger Malte Heise als eine Reaktion auf das Gutachten Leygrafs. „Der Sachverständige kam ja zu der Einschätzung, dass der Angeklagte gemauert und taktiert hätte. Das hat ihn dazu bewogen, sich nun doch umfassend zu äußern. Er will Antworten auf alle im Verfahren möglicherweise interessanten Fragen geben. Vielleicht eröffnen sich dadurch auch für den Sachverständigen noch Möglichkeiten neuer Sichtweisen", so Heise. Anwalt Frank hatte am Montag sein Mandat niedergelegt, weil N. in seinem Schlusswort offenbar auf Notwehr plädieren würde, so Frank.

Sollte es zu der angekündigten Aussage des Tatverdächtigen kommen, ist nicht mehr sicher, dass es in dem Verfahren wie geplant am 12. April zum Urteilsspruch kommen kann. Seidel: „Der Vorsitzende Richter, Hans Jagenlauf, hat als Konsequenz des Faxes veranlasst, dass die Sachverständigen der Rechtsmedizin und der psychiatrische Gutachter am Donnerstag nochmals an dem Verfahren teilnehmen." Ob am siebenten Verhandlungstag die Plädoyers gehalten werden können, hängt insbesondere davon ab, wie ausgiebig die Einlassungen des in Untersuchungshaft sitzenden 41-Jährigen sein werden. Und zu welchen ergänzenden Schlussfolgerungen die Gutachter Vladimir Wenzel und Carsten Hädrich als Rechtsmediziner und Prof. Norbert Leygraf als Forensiker kommen werden.

Der Prozess wird Donnerstag um 9 Uhr fortgesetzt.

Thomas Lieb

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