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Borna Groitzscher Netto-Markt soll einem Neubau der Filiale Platz machen
Region Borna Groitzscher Netto-Markt soll einem Neubau der Filiale Platz machen
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00:20 09.12.2017
Der Groitzscher Netto-Markt an der Schusterstraße soll einem größeren Neubau weichen. Eröffnet wurde die Filiale am 1. Oktober 2002. Quelle: Mathias Bierende
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Groitzsch

Im Groitzscher Discounter-Dreieck an der Schusterstraße bahnt sich eine Änderung an. In spätestens drei Jahren soll hier an der Bundesstraße 176 eine moderne und größere Filiale der Lebensmittel-Kette Netto – gelb-rotes Logo, ohne Hund – stehen. Vorgesehen ist, diese an der Stelle des jetzigen Marktes zu errichten. Das geht aus dem Beschlussentwurf zu einem Grundstücksverkauf hervor, der den Stadträten am Donnerstagabend zur Entscheidung vorliegt.

Im Frühjahr hatten Manager der Netto Marken-Discount AG & Co. KG das Groitzscher Rathaus über eine geplante Erweiterung der Filiale informiert. Die bestehende entspreche nicht mehr den heutigen Bedürfnissen und Erfordernissen: Zum Beispiel seien die Gänge zu schmal, die Regale zu hoch und die Leergutannahme nicht mehr praktikabel. Das hatte Bürgermeister Maik Kunze (CDU) über die Gespräche mitgeteilt. Später war vom kompletten Neubau die Rede gewesen, mit dem bessere Bedingungen für die Kunden erzielt werden können. Sogar ein kleines Café und mehr Parkplätze als derzeit könnten integriert werden.

Die Stadt Groitzsch plant, das Grundstück an der Rückseite des Netto-Marktes für dessen Neubau zu verkaufen. Quelle: Mathias Bierende

Dazu ist aber ein größeres Areal nötig, sodass die Wiesenfläche zwischen der Rückseite des aktuellen Marktes und der Altenburger Straße aus dem städtischen Eigentum erworben werden soll. Wozu die Kommune bereit ist. Der Stadtrat soll den Bürgermeister zum Abschluss des Notarvertrags ermächtigen. Demnach wird das Flurstück mit rund 1850 Quadratmeter Größe zum Preis von gut 167 000 Euro an die 5. BEMA Grundstücksverwaltungs GmbH in Hamburg veräußert. Das Unternehmen, das vormals als Deutsche Supermarkt Immobiliengesellschaft firmiert hatte, beschäftigt sich mit dem Erwerb und der Veräußerung, der Verwaltung und der Projektentwicklung von Grundstücken und Immobilien aller Art, insbesondere für Supermärkte. Sein Sitz ist unter der gleichen Adresse zu finden wie mehrere ähnliche Gesellschaften sowie der Edeka Zentrale AG & Co. KG, des Mutterunternehmens von Netto.

Eine Baugenehmigung für das Projekt liegt offensichtlich noch nicht vor. Deshalb hält die Netto Marken-Discount AG & Co. KG aus Maxhütte-Haidhof (bei Regensburg, Bayern) Details zurück. „Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir aufgrund des frühen Planungsstatus keine weiteren Informationen zu der Filiale herausgeben können“, heißt es aus dem Bereich Unternehmenskommunikation.

Jedoch wird offensichtlich mit einer Verkaufsfläche von 1000 Quadratmeter sowie 75 Pkw-Stellflächen geplant. Während das aktuelle Gebäude parallel zur Schusterstraße steht, soll das neue quer dazu errichtet werden. Es sind zwei Ein- und Ausfahrten an der B 176 sowie eine an der Altenburger Straße geplant.

Der bisherige Markt war am 1. Oktober 2002 mit rund 700 Quadratmeter Verkaufsfläche und 65 Parkplätzen eröffnet worden. In den Planungsunterlagen, ein Jahr vorher vorgelegt, war eine Bausumme von 1,1 Millionen Mark (reichlich 560 000 Euro) genannt worden.

Netto war damals nach Groitzsch gekommen – trotz Penny und Aldi, Edeka-Filiale „Nah und gut“ (nach Umzug Einkaufsmarkt Benndorf) sowie der längst verschwundenen Märkte Lidl und Plus. Seit vier Jahren wird zudem von Plänen gesprochen, dass sich ein weiterer Lebensmittelhändler hier ansiedeln will. Für den Rewe-Markt (anstatt Pegau) war sogar schon ein Standort am südlichen Ortsausgang, am Ende der Schusterstraße, ins Auge gefasst worden. Allerdings scheint dieses Vorhaben inzwischen wieder mehr in der Schwebe zu sein.

Von Olaf Krenz

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