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Borna Groitzscher Schützen treffen mit ihrem Jubiläum ins Schwarze
Region Borna Groitzscher Schützen treffen mit ihrem Jubiläum ins Schwarze
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18:55 16.05.2016
Die Groitzscher Feuerwehr gratuliert Schützenvereinsvorsitzender Michael Eißner (Mitte) zum Jubiläum. Quelle: René Beuckert
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Groitzsch

Der Groitzscher Schützenverein blickt in diesem Jahr auf sein 25-jähriges Bestehen zurück. Das feierten die Mitglieder am Wochenende mit einem zünftigen Schützenfest. Eigens aus diesen Anlass veranstalteten sie am Samstag auf dem Marktplatz ein Salutschießen, das etliche Zuschauer in seinen Bann zog. Danach ging es gemeinsam mit anderen Schützenvereinen zum Schützenplatz.

„Die Geschichte des Groitzscher Schützenvereins lässt sich eigentlich bis ins Jahr 1735 zurückverfolgen“, erklärte Vereinsvorsitzender Michael Eißner. „Zu DDR-Zeiten kam diese Tradition zum Erliegen, und erst seit der politischen Wende ist an die einstige Tradition wieder angeknüpft worden.“ Eines der Gründungsmitglieder ist Horst Vogel. „Obwohl ich nunmehr in Hessen zu Hause bin, lasse ich es mir nicht nehmen, zu Pfingsten hier mit dabei zu sein. Damals, nach der Wende, sind wir sechs Leute gewesen, die die Tradition wieder aufleben ließen“, hob der 82-Jährige hervor. Die Kameradschaft, die hier noch gelebt werde, sei für ihn das A und O.

Auch Gottfried Kiefer zählt zu den gestandenen Schützen des Groitzscher Vereins. „Das sportliche Schießen und die Wettbewerbe sind zwar nur die eine Seite der Medaille, jedoch ist es ist das gemeinsame Tun, das uns verbindet. Nicht nur in den eigenen Reihen wird neben dem Bewahren der Tradition, insbesondere Kameradschaftspflege, mit weiteren Schützenvereinen betrieben, Das beruht auf Gegenseitigkeit“, stellte er fest.

Hans-Dieter Barthel vom Pegauer Verein nannte nicht nur die gegenseitigen Besuche zur Traditionspflege hervor, auch die Schießwettbewerbe, welche den Zusammenhalt fördern, trügen zum Gefühl der Zusammengehörigkeit bei. „Diese Begegnungen stellen eine Bereicherung im Vereinsleben dar, die vom Erfahrungsaustausch bis zum Wettkampf reichen.“ Genauso möchte die Geithainer Schützengesellschaft solche Treffen nicht missen. „Die gegenseitigen Besuche fördern nicht nur die Kameradschaft, sondern tragen mit dazu bei, das Schützenleben zu erhalten“, meinte Tilo Drechsel. Das Groitzscher Jubiläum mit einem Salutschießen auf dem Marktplatz binde zudem die Bevölkerung in das Geschehen ein; das sei wichtig.

Dass nicht nur Männer ins Schwarze treffen können, zeigten die Frauen des Groitzscher Vereins wie Petra Kiefer und Susanne Geiling, die schon so manchen Wettbewerbspokal schossen und gar den Titel eines Schützenmeisters errangen. „Eigentlich bin ich durch meine Kinder, die hier Mitglied sind, zum Schützenverein gekommen“, sagte Susanne Geiling. Zudem würden beim Schießen die Konzentration und die Geduld gefördert. Petra Kiefer reizte die sportliche Herausforderung, die das Schießen biete: „Einen Preis zu erringen ist doch ein schönes Erlebnis.“ Im Schießen, sagten beide, stünden sie den Männern in nichts nach.

Von René Beuckert

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