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Borna Groitzscher Wehr: Mehr als 1600 Stunden Einsatz im Ehrenamt
Region Borna Groitzscher Wehr: Mehr als 1600 Stunden Einsatz im Ehrenamt
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00:38 14.04.2018
Arndt Kutzschbach (Mitte) erhält das Ehrenkreuz für 60 Jahre treuen Dienst in der Wehr. Bürgermeister Maik Kunze, Stadtwehrleiter Norbert Keil, David Zühlke vom Kreisfeuerwehrverband und Ortswehrleiter Mario Zetzsche (v.r.) gratulieren. Quelle: Olaf Becher
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Groitzsch

Erneut liegt ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr hinter den Kameradinnen und Kameraden der Schwerpunktfeuerwehr Groitzsch. Entsprechend bestimmten am Sonnabend zahlreiche Fakten und Daten die Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Zum Frosch“. Wehrleiter Mario Zetzsche verwies in seinem umfangreichen Rechenschaftsbericht auf insgesamt 69 Einsätze im vergangenen Jahr. „Zwar hatten wir diesmal keinen Großbrand, doch stellen die Einsätze an uns immer höhere Anforderungen auf geistiger, körperlicher und seliger Seite“, sagte Zetzsche.

Knapp 40 Ausbildungsdienste

Darüber hinaus absolvierten die Groitzscher Floriansjünger der Einsatzabteilung zahlreiche Ausbildungen auf Landes- und Kreisebene sowie am Standort selbst. Allein an letzterem vermeldete die Bilanz 39 Ausbildungsdienste, die mit 817,5 Stunden zu Buche schlagen. Doch auch bei der Absicherung von öffentlichen Veranstaltungen im Stadtgebiet oder zur Unterstützung anderer Institutionen der Kommune waren die Kameraden aktiv. So kommt für die operativen Kräfte die beachtliche Anzahl von 1665,5 Stunden an ehrenamtlichen Aktivitäten zusammen.

Auf den ersten Blick erfreulich entwickelte sich die Mitgliederstärke in der Groitzscher Wehr. Die 82 Kräfte gliedern sich auf in 13 Kameraden der Altersabteilung, welche die Wehr auf unterschiedlichsten Gebieten unterstützen, 28 Jungen und Mädchen der Jugendwehr und mit einem Zuwachs von gleich sieben Leuten in 41 Einsatzkräfte. Allerdings bemängelte der Wehrleiter gleichzeitig, dass einige Kameraden nur selten an Diensten und Einsätzen teilnehmen und die eigentliche Mannschaftsstärke über 50 Kameraden betragen sollte. „Wir müssen also bei der Mitgliedergewinnung immer weiter am Ball bleiben“, konstatierte Zetzsche.

Elf Neuzugänge in der Jugendwehr

Die gute Jugendarbeit mache dabei Hoffnung. Gleich elf Neuzugänge verzeichnete im vergangenen Jahr die Jugendwehr. Auch die Flyer-Aktion mit einer Infoveranstaltung brachte fünf neue Mitstreiter, die demnächst ihre Grundausbildung absolvieren. „Immerhin ein Anfang, doch ist es bedauerlich, dass sich so wenige Bürger für diesen Weg entschieden haben“, gab sich der Wehrleiter leicht enttäuscht.

Das sah Bürgermeister Maik Kunze (CDU) etwas anders. Selbst wenn nur ein neuer Kamerad gewonnen wird, sei dies ein Erfolg. Man sollte vielleicht überlegen, diese Aktion zu wiederholen. Außerdem dankte er der Wehr für ihre Einsatzbereitschaft und verwies auf die diesjährigen Investitionen. Die Schwerpunkte bilden dabei der Baubeginn des Großstolpener Gerätehauses sowie die umfangreichen Reparaturarbeiten in der Groitzscher Wache.

Moderne Technik im Gerätehaus

Auch moderne Technik wird mit der neuen Drehleiter und einem fahrbaren Notstromaggregat Einzug halten. Zum Schluss gab es Ehrungen und Beförderungen. Arndt Kutzschbach erhielt das Ehrenkreuz für seine 60-jährige Wehrzugehörigkeit.

Von Olaf Becher

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