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Groitzscher Weihnachtsmarkt mit Auftritt der Hortkinder und Benefiz-Stollen

Viele Angebote und Aktionen Groitzscher Weihnachtsmarkt mit Auftritt der Hortkinder und Benefiz-Stollen

Kultur und Leckereien gab es am Wochenende auf dem Groitzscher Weihnachtsmarkt zu erleben. Mit einem prall gefüllten Sack voller Naschwerk erfreute Weihnachtsmann Kristian die Kinderschar. Bürgermeister Maik Kunze schnitt traditionell den großen Stollen an – wer sich wohl diesmal auf den Erlös freuen darf?

Zum Abschlussbild ihres großen Auftritts stürmen alle 45 Jungen und Mädchen aus vier Gruppen des Kinderhorts die Bühne und behaupten singend: „Du bist der Weihnachtsmann“.

Quelle: Gislinde Redepenning

Groitzsch. Kultur und Kulinarisches prägten wie in jedem Jahr den zweitägigen Weihnachtsmarkt in Groitzsch. Das Blasorchester Lucka begrüßte zur Eröffnung am Sonnabend klangvoll aus den Fenstern des Rathausturms alle diejenigen, die gespannt auf den traditionellen Stollenanschnitt des Bürgermeisters warteten.

Als Maik Kunze (CDU) im Holzhäuschen der Stadt pünktlich um 15 Uhr seine rote Kutte überwirft und das Messer zückt, stehen die ersten Hungrigen längst geduldig in der Schlange. 2,80 bis drei Meter, so wird geschätzt, ist das traditionsreiche Backwerk lang, spendiert von der Bäckerei Scheibner aus Lucka. Kunze ist großzügig. „Zu dünn schneide ich nicht, sonst kommen die Leute im nächsten Jahr nicht wieder“, schmunzelt er. Mehrere städtische Weihnachtsmänner arbeiten zügig Hand in Hand. Hauptamtsleiterin Silke Große serviert, kassiert und packt im Akkord ein, während Glühwein und Kinderpunsch ausgeschenkt werden.

Ganz vorn in der Reihe steht Christina Fischer vom Naturschutzzentrum Groitzsch, Sitz der Fachgruppe „Ornithologie und Naturschutz“, aus gutem Grund: Der Erlös geht diesmal an die Jungen Naturdetektive. „Unsere Kindergruppe trifft sich regelmäßig, acht bis zehn Jungen und Mädchen von sechs bis zwölf Jahren arbeiten gemeinsam an Naturschutzprojekten“, erzählt sie. „Wir freuen uns natürlich riesig über den Obolus. Zur Weihnachtsfeier in der nächsten Woche werden wir unsere Kinder damit überraschen.“

Mit einem prall gefüllten Sack voller Naschwerk macht sich Weihnachtsmann Kristian auf den Weg durch die Kinderschar. Mit großen Augen staunend und sprachlos darf sich auch der dreijährige Emil etwas Süßes schnappen. Noch kann er kein Gedicht aufsagen, aber vielleicht, mahnt der Rauschbärtige ganz freundlich, klappt das ja im nächsten Jahr. Mit Kind und Kegel ist Familie Lägel aus Leipzig und Wintersdorf bestens gelaunt nach Groitzsch zu Oma Martina gereist, um gemeinsam alle Freuden der Adventszeit zu genießen. Der Nachwuchs lässt sich schmecken, was Omas Kaffeetafel mit den Plätzchen und die Budenbetreiber rund um den Marktplatz bieten. Die kleine Francis (2) hält ihre Schokolade vom Weihnachtsmann fest in der Hand.

Dicht drängt sich das Publikum vor der Bühne, als die vier Gruppen des Kinderhorts von mitreißend bis besinnlich singen und tanzen. Festlich stimmt der Chor auf die kommenden Auftritte ein. Wichtel wandeln, Schneeflocken wirbeln, Rentiere hüpfen und Gummibärchen fetzen furios über die Bretter.

Vielerorts weihnachtet es an diesem Wochenende in Groitzsch. Das kulturelle Programm reicht von der Adventsmesse in der Stadtmühle bis zum Jahresabschlusskonzert der Groitzscher Spielleute im Kino oder dem Weihnachtsoratorium in der Frauenkirche.

Auch das Museum am Stadtturm hat sich festlich herausgeputzt. „Vor drei Jahren haben wir die Museumsweihnacht aus der Taufe gehoben, um den Winterschlaf zu unterbrechen“, erzählt Ortschronist Roland Meyer. Glühwein brodelt im Hof über dem offenem Feuer. Kai Rausch sorgt dafür, dass die Flammen nicht erlöschen. Drinnen duftet es nach Kaffee, die „Marktfrauen“ Ilse, Christel und Käthe haben liebevoll eine Tafel mit Stollen gedeckt.

„Wovon man viel hat, das zeigt man gerne“, ist das Motto von Hannelore Leimer, die mit Reinhilde Krause in ihre ganz persönliche Puppenstube einlädt. Rund 50 kleine und große, moderne und ältere Schätzchen von der Schildkröt- bis zur Schlenkerpuppe aus den 20er Jahren, viele selbst eingekleidet und bestrickt, werden nicht nur von jungen Mädchen bewundert.

Von Gislinde Redepenning

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