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Borna Groitzscher erinnern an Ulrike von Levetzow
Region Borna Groitzscher erinnern an Ulrike von Levetzow
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14:04 13.02.2019
Der reichlich sieben Kilometer lange Ulrike-von-Levetzow-Wanderweg vom Groitzscher Stadtturm zum Rittergut Löbnitz: Diese Karte hängt am Stadtturm, nahe des Marktes. Quelle: Olaf Krenz
Groitzsch/Löbnitz-Bennewitz

Auf den Spuren der letzten großen Liebe von Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe wandelten jetzt wieder die Mitglieder des Naturfreunde- und Heimatvereins Groitzsch. Ein Spaziergang auf dem Ulrike-von-Levetzow-Wanderweg vom Groitzscher Stadtturm zum Rittergut Löbnitz steht für sie immer um den 4. Februar im Jahresplan – dem Geburtstag von Ulrike-von-Levetzow, die im Jahr 1804 geboren wurde.

„Leider mussten die Wanderungen aus Witterungsgründen häufig ausfallen“, erzählt Vereinschef Dietmar Schäfer. „In diesem Jahr standen die Sterne auch nicht besonders, aber die Wanderung sollte unbedingt stattfinden.“ Die Überprüfung des Weges habe die Heimatfreunde aber eines Besseren belehrt – was einen Streifzug per Fuß betraf. „Dann wurde es eben eine Autowandertour“, meint er schmunzelnd.

Erinnerung an Geschichte des Wanderwegs

Der reichlich sieben Kilometer lange Ulrike-von-Levetzow-Wanderweg vom Groitzscher Stadtturm zum Rittergut Löbnitz: Es gab eine große Beteiligung an der Erstbegehung des Weges 1989. Quelle: Archiv Naturfreunde- und Heimatverein Groitzsch

Für die Mitglieder gab es mindestens zwei wichtige Gründe, zum Gedenkstein von Ulrike zu gehen (fahren): Zwar in Leipzig geboren, war sie im Herrenhaus des Gutes getauft worden. Der Wanderweg war vor 30 Jahren als erster Gebietswanderweg im damaligen Kreis Borna vom Kulturbund unter Federführung des Groitzschers Roland Hammer angelegt und erstmals begangen worden. Vor 15 Jahren, zu ihrem 200. Geburtstag – mit ihrem Namen bedacht worden.

Roland Hammer (l.) wird von Dieter Nowak, früherer Vorsitzender des Naturfreunde- und Heimatvereins Groitzsch, für seine Aktivitäten geehrt. Unter Federführung des Groitzschers Hammer war die Strecke 1989 als erster Gebietswanderweg im damaligen Kreis Borna vom Kulturbund angelegt worden. Quelle: Archiv Naturfreunde- und Heimatverein Groitzsch

Geld für Sanierung des Ulrike-von-Levetzow-Wanderwegs

Am Gedenkstein gab es zunächst einen Toast auf „unsere Ulrike“, bevor Schäfer über die in diesem Jahr vorgesehenen Sanierungsarbeiten am überregional bedeutsamen Wanderweg informierte. Die Stadt Groitzsch hatte dafür eine Fördersumme von der Sparkassenstiftung erhalten. Die konzeptionellen Vorarbeiten zum Projekt hatte der Verein unter der Federführung von Ortschronist Roland Meyer geleistet. Die Natur- und Heimatfreunde werden sich an der Umsetzung in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung tatkräftig beteiligen, kündigte Schäfer an.

Ortschronist Roland Meyer am Gedenkstein für Ulrike von Levetzow am Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes Löbnitz. Quelle: Archiv Naturfreunde- und Heimatverein Groitzsch

Groitzscher kommen zur Einweihung nach Löbnitz

Meyer informierte noch über so manch interessante Geschichtsdaten zu Löbnitz-Bennewitz, das ehemalige Rittergut und seine Umgebung. Mit einem weiteren Toast „verabschiedeten“ sich die Mitglieder von Ulrike von Levetzow und „versprachen“, schon im Oktober wiederzukommen. Dann sollen die Sanierung abgeschlossen und die neue Anlage am Gedenkstein eingeweiht werden.

Ulrike lehnte Goethes Heiratsantrag ab

Als 17-Jährige hatte sie 1821 Goethes Heiratsantrag abgewiesen. Wobei sie später immer wieder beteuerte, kein Liebesverhältnis mit ihm gehabt zu haben. Der Dichter selbst hatte aus seinem Schmerz die „Marienbader Elegie“ geschrieben.

Von LVZ

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