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Borna Groitzscher und Pegauer Hexen auf Krawattenjagd
Region Borna Groitzscher und Pegauer Hexen auf Krawattenjagd
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16:27 03.03.2011
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. Eine stattliche Anzahl Halsbinder erbeuteten die Groitzscher Weibsbilder auf ihrer „Tour de Krawatt" und machten dabei vor keinem Mannsbild halt. Seriöser Geschäftsmann? Sind auch bloß Menschen! Typ Mr. Bombastic? Ran an die Buletten! Bürgermeister? Das Lieblingsopfer! „Wir sind da gnadenlos", berichtet Tina Mähler, die Jahr für Jahr bei der Runde mit dabei ist.

Los ging es traditionsgemäß im Rathaus. Noch vor Bürgermeister Maik Kunze musste Ortschronist und Fotograf Roland Meyer dran glauben. Danach traf es den Dienstherrn höchstselbst. „Ach, ich habe genug Krawatten zu Hause", wischte er Bedenken beseite, dass ihm die Binder langsam ausgehen könnten. „Für Nachschub ist gesorgt." Obwohl Kunze als kampferfahren gilt, tat ihm der radikale Schnitt am edlen Accessoire doch etwas leid. „Mein schöner Schlips", trauerte er dem guten Stück hinterher, das sogar mit kleinen Wappen verziert war. Ruckzuck war der halbe Schlips am Hexenbesen angetackert und flatterte im Groitzscher Morgenwind... Nichtsdestotrotz ließ sich das Stadtoberhaupt nicht lumpen und bewirtete die giftigen Fliegenpilzweiber mit Rotkäppchensekt. „Der wird auf dem Foto aber wegretuschiert", meinte Kunze gut gelaunt in Richtung des LVZ-Fotografen. „Da machen wir rote Limo draus". Einzig Werner Lippold bewahrte gestern einen kühlen Kopf. Er begleitete die Weiber mit dem Pkw und passte auf, damit nichts aus dem Ruder läuft. Nach dem Rathaussturm wollten sich die Damen im Polizeiamt umsehen...

Auch in der Nachbarstadt Pegau ist nun die Hauptphase der diesjährigen Karnevalssaison eröffnet. 13 Weiber stürmten am Nachmittag das Pegauer Rathaus, wie schon in den 13 Jahren zuvor. Dort ging es Bürgermeister Peter Bringer an den Kragen. Die PKK-Hexen – Schwarz, flatterhaft bekleidet und bis zur Unkenntlichkeit rot, mit schwarzen Spinnennetzen geschminkt – schnippelten ihm die Krawatte ab und hefteten die Trophäe auf ihren tragbaren Krawattenständer. Auch Kämmerer Frank Rösel nutzte die Gunst der Stunde, um einem unliebsamen Herrenbinder den Exitus zu bescheren. Trotz schelmischer Pappverstärkung gingen ihm die Hexen gnadenlos an den Hals. Nach einem kleinen Plausch und kurzem Lippen anfeuchten zog der rotschwarze Tross nebenan in das Bauamt und nahm sich dort die Quotenmänner der Stadtverwaltung vor. Danach ging es, nach einem Schlenker durch die Sparkasse, Laden für Laden durch die Innenstadt und die Breitstrasse runter, wo die alte Kundschaft aus den vergangenen Jahren schon wartete. In der Schlosshalle am Abend gab es dann Schwank und Schwof bis zum Umfallen.

Kathrin Haase

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