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Groitzscherin präsentiert Erstling „Blutdeal – Vampire kommen später“

Lesung Groitzscherin präsentiert Erstling „Blutdeal – Vampire kommen später“

Die Erstfassung entstand in nur drei Sommermonaten. Die Überarbeitungen bis zur Herausgabe zogen sich vier Jahre hin. Nun ist das Buch „Blutdeal – Vampire kommen später“ auf dem Markt. Die Groitzscher Autorin Anni Temp stellt es am Freitag bei einer Lesung im Bürgerhaus „Stadtmühle“ vor.

Hat ihr erstes Buch veröffentlicht: Autorin Anni Temp, ein Pseudonym, aus Groitzsch mit „Blutdeal – Vampire kommen später“. Eine Fortsetzung ist schon in Arbeit.

Quelle: Andreas Döring

Groitzsch. Fantasievoll wird es zugehen am Freitag im Groitzscher Bürgerhaus „Stadtmühle“. Die einheimische Autorin Anni Temp zelebriert im Kleid einer Hofdame eine Lesung ihres Buches „Blutdeal – Vampire kommen später“. Eine doppelte Premiere: Sie hat ihr Erstlingswerk, das im Juli 2016 erschien, so noch nicht der Öffentlichkeit vorgestellt. Es gab nur eine „Generalprobe“ am Arbeitsort Halle im kleinen Kreis und den Stand zur Adventsmesse in der „Stadtmühle“. Die Aufregung der 45-Jährigen vor der Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek ist enorm.

Über sich, den Weg zum Schreiben und die Entstehung des Buches spricht die gebürtige Dresdenerin aber mit ruhiger, angenehmer Stimme. „Als Kind war ich eine Leseratte, am liebsten habe ich Märchen verschlungen“, sagt sie. Diese Vorliebe für das Wundersam-Spezielle, Nicht-Realistische wurde Ende der 90er-Jahre neu geweckt, als eine Freundin sie auf Tolkien („Herr der Ringe“, „Der Hobbit“) aufmerksam machte. „Das habe ich verschlungen.“ 13 Bücher von ihm und ein Wörterbuch für die darin verwendeten Sprachen stehen heute noch im Regal. „Das war mein Einstieg in die Fantasy-Literatur.“ Sie habe mit anderen im Internetforum ,Elronds Rat‘ geschrieben, eine Art Fortsetzungsroman, jeder ein Stück. Und dann entstand die erste eigene Story. Doch konnte sie „Die Wächter“ (2003/­2004) nicht veröffentlichen: „Da sind zu viele Mittelerde-, also Tolkien-Charaktere drin“, meint sie schmunzelnd.

Die Filme der „Twilight“-Saga und die Fernsehserie „Vampire Diaries“ lenkten die Aufmerksamkeit der Rechtsanwaltsfachangestellten, die in Halle und Freyburg/Unstrut lebte, dann in eine andere Fantasy-Richtung – hin zu Vampiren. Eigenes geschrieben hatte sie über Jahre nicht. Erst als eine Operation sie 2012 zu einer dreimonatigen Auszeit zwang, fasste sie sich ein Herz und den Laptop.

„Mit den Kollegen hatte ich zuvor über eine Komödie mit Vampiren gealbert“, erinnert sie sich. Regelrecht aus den Fingern floss ihr eine andere Story. Hauptfigur Adriana Weidner schöpft nach dem Tod des Sohnes erst mit einem Buch von Thomas Wind neuen Lebensmut, sodass sie nach dem verschwundenen Schreiber sucht. Sie entdeckt die Liebe zu Leonhard und gerät in Gefahr. Klingt noch nicht nach Fantasy, gibt Anni Temp zu. Zumal die Geschichte in Naumburg und Freyburg spielt. Ehe Luzern und die kanadische Halbinsel Labrador weltläufiges Flair bringen. Schließlich passiert, was die zweite Titelzeile verheißt: Vampire kommen später. Mit einigen anderen als den bekannten Eigenschaften. Und Blut, synthetisches, spielt ebenfalls eine Rolle.

Geschrieben war der Text also relativ schnell, in drei Sommermonaten. Bis zur Herausgabe sollte es noch vier Jahre dauern. Es sei nicht einfach gewesen, jemanden zu finden, der sich kritisch damit auseinandersetzte. „Ein normaler Verlag kam aus finanziellen Gründen nicht in Frage.“ Als dann doch drei Bekannte und ihr neuer Freund die Fassung gelesen hatten, feilte sie mehrfach selbst daran, versuchte, die immer wieder eingeflossene Juristensprache auszumerzen. „Wobei ich jetzt immer noch einiges entdecke.“ Vor allem Reinhard Brand, mit dem sie seit kaum zwei Jahren in Groitzsch lebt, hat sie zur Veröffentlichung ermutigt. Auf dem Klingelschild steht allerdings nicht Temp/Brand. „Ich verwende als Autorin ein Pseudonym, das von meinem bürgerlichen Namen abgeleitet ist“, sagt Anke Wilde (wild gleich temperamentvoll).

Erschienen ist das Werk im Vorjahr bei Books on Demand, einem Unternehmen für Selbstpublikationen. „Das heißt, ich habe zunächst fast alles allein gemacht, den Buchsatz, die Gestaltung des Covers. BoD organisiert den Vertrieb.“ Jede Bestellung bei einem (Internet-)Buchhändler wird extra gedruckt. Auch als E-Book ist der „Blutdeal“ natürlich zu haben. Das hält für Anni Temp die Kosten niedrig, bringt ihr jedoch auch kaum Gewinn. „Darum geht es mir ja nicht. Es ist ein Hobby, ein schöner Ausgleich zum Beruf.“ Deshalb schreibt sie seit dem Vorjahr schon an der Fortsetzung. Wieder – angefangen hatte sie damit eigentlich 2012. „Doch von dem ist fast nichts mehr da, ich habe viel gestrichen. Aber natürlich führe ich die Charaktere weiter.“ Am Freitag ab 18.30 Uhr macht sie erst einmal die Groitzscher mit dem ersten Teil um Adriana, Leonhard und Thomas bekannt.

„Blutdeal – Vampire kommen später“. Von Anni Temp. Taschenbuch, 280 Seiten (8,49 Euro), und E-Book (5,49 Euro). Verlag: Books on Demand. ISBN-10: 3741238031. ISBN-13: 978-3741238031.

anni-temp.jimdo.com

Von Olaf Krenz

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