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Borna Großbrand bei Transportfirma
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23:00 23.09.2012
Wasser reichte nicht, Schaum war gefragt. Quelle: Feuerwehr Borna
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Espenhain

Die Höhe des Schadens konnte am Sonntag noch nicht beziffert werden, der 1. Polizeihauptkommissar Steffen Manzke von der Polizeidirektion Westsachsen geht aber von mehreren Hunderttausend Euro aus. Auch zur Ursache tappt die Polizei noch im Dunkeln. Das Feuer sei bei einem der eng abgestellten Laster ausgebrochen und dann auf die anderen Fahrzeuge übergegriffen, sagte Manzke. Ein technischer Defekt könnte ebenso in Frage kommen wie Brandstiftung. „Es wird in alle Richtungen ermittelt", so Manzke. Der Brandursachenermittler soll am Montag zum Einsatz kommen.

Rettungsleitstelle und das Bornaer Polizeirevier waren kurz vor 2 Uhr alarmiert worden. Jemand hatte den Feuerschein wahrgenommen und angerufen. „Es hieß, wir sollten nach Gestewitz", sagte Bornas Wehrleiter Kai Noeske, der den Einsatz leitete. Doch auf dem Gestewitzer Firmengelände der Spedition Ettig brannte nichts, so dass die Bornaer Feuerwehrleute nach Espenhain rasten und damit richtig lagen. „Als wir ankamen, standen bereits drei Sattelzüge in vollem Brand", so Noeske. Ein viertes Fahrzeug hatte ebenfalls schon Feuer gefangen und wurde noch weggezogen, ist laut Noeske wohl aber auch nicht mehr reparabel. Neben den Bornaer Feuerwehrleuten, die mit fünf Fahrzeugen und 19 Mann ausgerückt waren, kämpfte die Eulaer Wehr mit sechs Leuten gegen den Brand. Einsatzleiter Noeske forderte dann noch die Espenhainer Feuerwehr an, die mit zwei Fahrzeugen und elf Kameraden anrückte. „Der Hydrant brachte nicht viel Wasser, die Espenhainer sind ortskundig und bauten uns eine Wasserversorgung auf", sagte Noeske. Mit Wasser wurde das Feuer nur anfänglich bekämpft, „wir haben dann einen Schaumteppich gelegt". Die Brandbekämpfung hatte es in sich. Laut Noeske kamen fünf Trupps zum Einsatz, drei davon gingen unter schwerem Atemschutz vor, um den Schaum zu verteilen. „Der eine Sattelauflieger bestand aus Aluminium, dort war eine Riesenhitze", informierte der Einsatzleiter. Bestimmte Sachen, vermutlich Reifen, seien regelrecht explodiert. Erst nach dreieinhalb Stunden konnten die Feuerwehrleute wieder abrücken. Zum Einsatz kam auch der Gerätewagen Atemschutz des Feuerwehrtechnischen Zentrums Thierbach, um noch am Brandort die Gerätschaften wieder in Ordnung zu bringen. Der Firmeninhaber war laut Noeske ebenfalls vor Ort. Offenbar habe sich sogar ein nagelneuer Laster unter den abgebrannten Fahrzeugen befunden.

Frank Prenzel

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