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Borna Großbrand in Oelzschau: Die Polizei geht von Brandstiftung aus
Region Borna Großbrand in Oelzschau: Die Polizei geht von Brandstiftung aus
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16:10 19.07.2010
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. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Der entstandene Schaden beträgt laut Angaben der Polizei eine halbe Million Euro. Der Eigentümer hatte in der Halle gepresstes Stroh, Heu, Getreide und Fahrzeuge untergestellt.

Gegen zwölf Uhr arbeiteten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Oelzschau immer noch auf dem Gelände der Zimmerling GbR Betriebsgemeinschaft. „Wir müssen Gewehr bei Fuß stehen, wenn Flammen sich zeigen", erklärte Frank Pecher von der Oelzschauer Wehr. Obwohl er seit Sonntag 9 Uhr auf den Beinen war, moderierte er gestern besonnen und gelassen den Einsatz. „Als wir ankamen, war das Dach zusammen gebrochen. Wir konnten nur noch Schadensbegrenzung betreiben, damit nicht die umliegenden Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurden", erklärte er. Aller zwei Stunden hätten sich die Kameraden abgewechselt und die Restablöschung vorgenommen, wie es im Fachjargon heißt. „Wir mussten einen Bagger besorgen, der die Wände der 55 Meter langen und 18 Meter breiten Halle abriss", erklärte Pecher. Das Stroh und Heu wurde aus der Halle auf ein Feld gebracht. „Wir hatten das Problem, dass das zusammengepresste Stroh immer wieder entflammte", so der Feuerwehrchef. Er richtete deshalb eine Nachtwache ein. Wie viel Wasser aus dem Teich gepumpt wurde, konnte er nicht sagen. Jedenfalls zeugten die Lachen auf dem Betriebsgelände davon, dass viel Wasser geflossen sein muss. Pecher versäumte es nicht, den Oelzschauern ein Dankeschön zu sagen, die die Kameraden rund um die Uhr mit Steaks, Rostern und Salaten versorgten. Auch der stellvertretende Bürgermeister Günter Emsel und die Bauamtsleiterin Christine Stötzner überzeugten sich von den Arbeiten vor Ort. „Zum Glück war die Familie versichert", erklärte Emsel. der der Feuerwehr für ihren Einsatz dankte. Stötzner bot der Familie Zimmerling die Hilfe der Gemeinde an.

Die Zimmerlings selbst waren erschüttert von dem Brand, unterstützten die Feuerwehr bei ihren Arbeiten, in dem die Männer mithalfen, das Stroh auf die Felder zu verbringen. Andrea Zimmerling kümmerte sich in der Zwischenzeit um die Tiere des Landwirtschaftsbetriebes. „Ich bin fix und fertig. Die umliegenden Bauern helfen uns", erklärte sie. Zum Glück sei die neue Ernte noch nicht vollständig eingefahren. Wie es weiter geht, dazu konnte sie noch nichts sagen.

Cornelia Braun

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