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Großdeuben feiert seinen 1000. Geburtstag

Böhlen Großdeuben feiert seinen 1000. Geburtstag

Den 1000. Geburtstag ihres Böhlener Stadtteils erleben die Großdeubener nur einmal im Leben. Die Planungen für das Festjahr 2017 haben jetzt schon begonnen und zahlreiche Vereine, Bewohner und Firmen zeigen sich engagiert. Eines steht bereits fest: Jeder Monat soll sein eigenes Fest bekommen.

Der Böhlener Stadtteil wird im kommenden Jahr 1000 Jahre alt und feiert anlässlich des Jubiläums jeden Monat ein Fest.

Quelle: Julia Tonne

Böhlen/Großdeuben. Den 1000. Geburtstag ihres Böhlener Stadtteils erleben die Großdeubener nur einmal im Leben. Nicht verwunderlich also, dass die Planungen für das Festjahr 2017 jetzt schon begonnen haben und sich zahlreiche Vereine, Bewohner und Firmen engagiert zeigen. Schon fast spruchreife Überlegungen gab es jetzt beim zweiten Treffen.

Eine Idee, die bereits erste Formen annimmt, ist eine Neuauflage einer Orts-Chronik. „Davon gibt es bisher drei – eine aus den 20er Jahren, eine von 1967 und die letzte von 1992“, erklärt Hans-Jochen Schneider, der in Großdeuben groß geworden ist, 25 Jahre lang ehrenamtlicher Gemeindevertreter war und einen Faible für die Heimatgeschichte hat. Er selbst möchte gerne die Organisation der Gruppe Chronik übernehmen, sammelt schon jetzt Bilder, Aufzeichnungen und Schriftstücke. Zudem hat er den Kontakt zum Regionalhistoriker Thomas Nabert vom Verein Pro Leipzig gesucht, der bereits zahlreiche Publikationen zur Geschichte veröffentlicht hat.

Nabert selbst war beim Treffen der Großdeubener mit anwesend und kann sich gut vorstellen, aus eben diesen drei Chroniken eine zu machen. „Vor allem müssten die Fakten neu aufgearbeitet und systembereinigt werden“, sagt Schneider. Denn es liege in der Natur der Sache, dass die verschiedenen Titel in unterschiedlichen Systemen entstanden seien. Für ihn ist es wichtig, dass eine Neuauflage lediglich Fakten beinhaltet und keinerlei Wertung.

Eine große Hilfe für Schneider könnte der Verein Lernwelten werden. Dieser will in den kommenden Wochen Zeitzeugen suchen, die in Großdeuben zur Schule gegangen sind. „Das Schulgebäude selbst wird im nächsten Jahr 110 Jahre alt“, begründet Aline Pohl, die pädagogische Leiterin des jetzigen freien Gymnasiums. Die gesamte Historie – sowohl die des Stadtteils als auch die der Penne – werde als Projekt im Geschichtsunterricht umgesetzt. Auch der Informatikunterricht könne eine große Rolle spielen, denn Lehrer, Schüler und Eltern planen, einen Film mit Hilfe der Zeitzeugen zu drehen. Vielleicht entsteht auch ein Radiobeitrag. Das Projekt soll laut Pohl schon jetzt im März beginnen, sie hofft, dass sich bis dahin auch schon die ersten Zeitzeugen gemeldet haben.

Weitere Vereine, die sich Gedanken dazu machen, wie sie sich mit einbringen können, sind unter anderem der SC Eintracht 09 Großdeuben, die Freiwillige Feuerwehr, der Karnevalsverein und der Verein Kleine Hände. Ein Vorschlag von Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) fand besonders große Zustimmung. So soll es kommendes Jahr in jedem Monat ein Highlight geben, das unter dem Motto „1000 Jahre“ steht. So werde unter anderem das Neujahrskonzert im Januar an das Jubiläum erinnern, im Februar dreht sich alles um Fasching, im März übernehmen dann anlässlich des Frauentags die Damen das Ruder im Stadtteil. Feste und Feiern prägen dann das Ortsbild von Großdeuben.

Der Termin für die zentrale Festveranstaltung wurde während des zweiten Treffens noch einmal geändert. War bisher der 7. Juli geplant, wurde der Festakt wegen der Sommerferien nun auf das Wochenende vom 16. bis 18. Juni vorverlegt. An diesen Tagen gibt es laut Barbara Lehmann von der Stadtverwaltung eine Feststunde mit geladenen Gästen, die Anwohner und Böhlener seien dann zu einem gesonderten Park- und Bürgerfest eingeladen.

Im Juni kommt Großdeuben aus dem Feiern nicht mehr heraus, denn auch der Verein Kleine Hände organisiert noch ein Sommerfest. Und bei dem wiederum würden sich die Puppenspieler Heinz-Rüdiger und Sonja Zwerschke sowie Carola Stachelroth gerne mit einklinken. Die haben im Kulturhaus Böhlen eigene Proberäume, sind aber jetzt mit einer neuen mobilen Bühne ausgestattet. Und vielleicht lassen sich die drei Böhlener passend zum Großereignis ein neues Stück einfallen.

Eingeläutet wird das Festjahr bereits am 31. Dezember. Der Silvesterabend im Gasthaus Großdeuben wird Auftaktveranstaltung für das Jubiläumsjahr. Denkbar ist es dann durchaus, dass um Mitternacht eine „1000“ am nächtlichen Himmel zu sehen sein wird.

Sponsoren für die Jubiläumsfeierlichkeiten werden übrigens ab sofort auch gesucht, unter dem Stichwort „1000 Jahre Großdeuben“ hat die Stadtverwaltung ein Spendenkonto eingerichtet. Zudem arbeite laut Lehmann die Verwaltung derzeit an einem Sponsorenbrief, der an ortsansässige Unternehmen geschickt werden soll.

Von Julia Tonne

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