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Borna Große Anlage in Pegau: Brunnen, Treppe und Grünflächen werden ab Juni saniert
Region Borna Große Anlage in Pegau: Brunnen, Treppe und Grünflächen werden ab Juni saniert
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15:33 28.04.2016
Von Juni bis August soll die denkmalgeschützte Große Anlage in Pegau saniert werden. Hier entsteht unter anderem ein begehbarer Brunnen. Quelle: Julia Tonne
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Pegau

Die Große Anlage in Pegau ist wahrlich alles andere als schön, seit Jahren liegen Brunnen, Treppe und Grünflächen sozusagen im Dornröschenschlaf. Doch ab Juni wird die Fläche geweckt, Ende August soll sie wieder in altem Glanz erstrahlen. Die Pegauer Stadträte haben am Mittwochabend Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) bevollmächtigt, den Bau-Auftrag sowohl für die Brunnenanlage als auch für den Landschaftsbau nach öffentlicher Ausschreibung an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.

„Die Sanierung der Anlage ist längst überfällig, das Erscheinungsbild ist ja fast ein Skandal“, betonte Horst Gutzschebauch von der Wählergemeinschaft Pro Pegau. Laut Rathauschef Rösel sollen die Bauarbeiten auf dem Areal im Juni beginnen. „Jahrelang diente das Becken als Feuerlöschteich, vor zwei Jahren fiel diese Nutzung weg und das Becken musste aus Sicherheitsgründen verfüllt werden“, erläuterte Rösel bei der Stadtratssitzung. Seitdem dümpelt die gesamte Fläche quasi vor sich hin. Dabei sehen Verwaltung, Räte und Einwohner großes Potenzial. Und das soll im August dann in vollem Umfang zu erkennen sein. Mit Kosten in Höhe von rund 180 000 Euro rechnet die Stadtverwaltung, um die denkmalgeschützte Treppe zu sanieren, aus dem Becken einen begehbaren und mit Fontänen ausgestatteten Brunnen – ähnlich wie in Groitzsch – zu machen und die Landschaft rundherum neu zu gestalten. „Wir wollen den Pegauern endlich eine Anlage bieten, die deutlich schöner ist als jetzt“, sagte Gutzschebauch. Entsprechend einstimmig fiel die Zustimmung zur Bevollmächtigung des Bürgermeisters aus.

Zur Debatte stand am Mittwochabend auch die Maßnahmenliste für das sogenannte Investitionskraftstärkungsgesetz. Der Stadt stehen insgesamt aus diesem Topf, der sich aus Bundes-, Landes- und Investmitteln zusammensetzt, mehr als 600 000 Euro in den kommenden Jahren zur Verfügung. Aus dem Bundestopf sollen nach dem Willen der Stadträte die beiden Kindergärten Grünes Tal und Wiederau erweitert werden. Gelder aus dem Landestopf würden hingegen in den Rückbau der Gewerbebrache Vorwerk, in die Schaffung zusätzlicher Kita-Plätze in Pegau und in die Schaffung einer Bürgerbegegnungsstätte im Ortsteil Wiederau fließen. Größter finanzieller Posten aller Vorhaben sind weitere Kita-Plätze in der Kernstadt. Ihre Schaffung würde mit fast 280 000 Euro zu Buche schlagen, für die Stadt bliebe nach Förderung ein Eigenanteil von rund 70 000 Euro alleine dafür.

In den kommenden Wochen will das Landratsamt die eingereichten Vorhaben geprüft haben, so dass anschließend vorgeprüfte Maßnahmen zur weiteren Beantragung frei gegeben werden sollen. Sollte die von den Stadträten beschlossene Liste nicht die volle Zustimmung bekommen, gibt es von Seiten der Verwaltung Nachrückevorhaben. Das sind unter anderem die Sanierung des Hauptgebäudes im Stadtbad, der Ausbau der Breitbandversorgung und die Erneuerung des Schulsportplatzes.

Von Julia Tonne

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