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Borna Große Oper mit kleinen Leuten: Hänsel und Gretel an der Grundschule in Espenhain
Region Borna Große Oper mit kleinen Leuten: Hänsel und Gretel an der Grundschule in Espenhain
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16:00 10.06.2016
Hier ist es noch die Generalprobe: Eine Gruppe von Engeln singt Hänsel und Gretel (Stella und Johann, vorn) in den Schlaf. Die Profis Dominika Kocis und Matthias Kleinert singen in dieser Szene mit. Quelle: André Neumann
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Rötha/Espenhain

Text lernen, Rollen proben und spielen und im großen Chor viele Lieder singen, davon war für die 108 Kinder an der Grundschule Espenhain die zurückliegende Woche bestimmt. Im so genannten fächerübergreifenden Unterricht studierten sie mit den Profis von der Jungen Oper Detmold die Märchenoper Hänsel und Gretel in einer eigens für Kinder entwickelten Fassung ein. Am Freitagabend sehen die Familien der Eltern im Volkshaus Rötha das Ergebnis. Schulleiterin Kerstin Loth erwartet bis zu 150 Zuschauer.

Zwar waren Mathe, Deutsch und die meisten anderen Fächer in dieser Woche abgewählt, doch sind die Schultage für die Mädchen und Jungen nicht minder anstrengend gewesen. Die 18 Schauspieler mussten eifrig ihre Texte lernen und ab Mittwoch dann auch mit den Sängern von der Jungen Oper die Rollen einüben. Einige Rollen, wie Hänsel und Gretel, die Erzähler und auch die Hexe, waren mehrfach besetzt, damit möglichst viele Kinder in der Oper zum Zug kommen. Parallel lernten 80 Kinder im großen Chor mehrere Lieder. „Das hat die Kinder geschlaucht“, weiß die Schulleiterin, weswegen zum Ausgleich jeden Tag höchstens noch eine Stunde Kunst oder Sport drangehangen wurde.

Nach einer ersten gemeinsamen Probe am Donnerstag in der Schule fand am Freitagvormittag die Generalprobe schon im Volkshaus statt. Matthias Kleinert und Alexander Schubert, die im Stück die Arien singen, nehmen die Kinder hart ran. Immer wieder ermahnt Kleinert aus der Mitte des Zuschauerraums heraus den Chor, nach vorn zu schauen, den einzelnen Sprechern ruft er während der Szenen zu: „Ihr müsst den Mund weit öffnen". Die Ermahnungen „lauter“ und „langsamer“ hat er sogar auf große Pappschilder geschrieben, die er abwechselnd oder auch mal gleichzeitig hochhält.

„Für die Kinder ist die Oper eine tolle Möglichkeit, sich künstlerisch auf einer Bühne vor den Eltern und anderen Zuschauern zu präsentieren“, sagt die Schulleiterin zum Wert des Projektes. Zwar gebe es auch andere Auftritte, zum Beispiel wenn die vierten Klasse sich demnächst verabschiedet oder zum Schulanfang, doch dies hier habe eine andere Qualität und Größenordnung.

Dass die Schule die Junge Oper Detmold engagieren konnte, ist einer finanziellen Unterstützung der Stadt Rötha zu danken. Elternvertreter, die auch Stadträte sind, hatten den Wunsch der Schule vermittelt, die Stadt übernahm die kompletten 2800 Euro, freut sich Kerstin Loth.

Nach dem großen Auftritt am Freitag geht die Schule noch zwei Wochen ganz normal weiter, gibt es wieder Unterricht. Nur die vierte Klasse kann sich drei Tage erholen, auf Klassenfahrt im Vogtland.

Von André Neumann

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