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Große Worte beim Neujahrsempfang in Pegau

Große Worte beim Neujahrsempfang in Pegau

Pegau. Nach einigen Jahren Pause richtete der Pegauer Gewerbeverein zum ersten Mal wieder einen Neujahrsempfang aus. Dabei war die illustre Veranstaltung am Sonntagvormittag im Ratskeller wie Balsam für die Pegauer Seele.

. Gäste wie der Landrat Gerhard Gey, die Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf (CDU), die Landtagsabgeordneten Anja Jonas (FDP) und Oliver Fritzsche (CDU) sowie Gastgeber Wolf-Dieter Schwidop verliehen der Stadt Attribute wie „Kulturhauptstadt des Elstertales", „alte Kaufmannsstadt" oder „bunte Kleinstadt".

Selten stand das Wohl und Wehe der Stadt Pegau so sehr im Mittelpunkt wie beim Neujahrsempfang des Gewerbevereins am Sonntagvormittag. „Geht es dem Gewerbe gut, geht es auch der Stadt gut. Und geht es der Stadt gut, geht es dem Bürger gut", stieg der Gewerbevereinsvorsitzende und FDP-Stadtrat Wolf-Dieter Schwidop ins Thema ein. Viel stärker wollen sich die einheimischen Unternehmer und Gewerbetreibenden in diesem Jahr mit ihren Kollegen in Groitzsch und Zwenkau verständigen, wollen neue Wege beim Marketing beschreiten und „auch andere Vereine motivieren, ihren Partnern die schöne, bunte Stadt Pegau zu zeigen", sagte Schwidop. Er sprach von der „Kulturhauptstadt des Elstertales", in der das Stadtmarketing verbessert und das Abwandern der Jugend verhindert werden müsse.

Deutschland- oder gar europaweit sollen Touristen angelockt werden und von den Schätzen der Stadt Kleinstadt erfahren. Warum nicht mit einer Webseite in Englisch, fragte der Wiederauer in die Runde. Zugleich kritisierte er den Ausstieg Pegaus aus dem Tourismusverein und stellte die Leipziger Umweltzone als „äußerst fragwürdig und wirtschaftsfeindlichen Sündenfall" dar. An die Adresse des Landrates richtete Schwidop die deutliche Aufforderung, sich für ein Absetzen der Umweltzone stark zu machen. „Sie hält nur die Besucher und Investoren ab."

Darüber hinaus wolle der Gewerbeverein nicht nachlassen, die ortsumfahrende B176 nach Hohenmölsen zu fordern sowie gewachsene historische Einkaufsstraßen wie die Breitstraße oder die Kirchgasse zu stärken. „Wir müssen konkurrenzfähig zu den Einkaufsmärkten werden." Dazu dienen unter anderem Mikrodarlehen des Landkreises für Existenzgründer oder die Initiative der Stadt Pegau zum Ausbau des DSL-Breitbandnetzes. „Lassen Sie uns über alles im Gespräch bleiben", forderte Schwidop die Gäste auf.

Landrat Gey nahm den Schwung aus Schwidops Worten auf und erinnerte, „dass wir mit der Stadt Leipzig eine Lokomotive haben, die wir unbedingt nutzen sollten." Sprich: Die Impulse aus der Messestadt könne jede Kommune für sich einsetzen und selber aktiv werden. Schwerpunkte des Landkreises seien in diesem Jahr das Voranbringen des Jobcenters sowie die Wirtschaftsförderung.

„Bitte nicht jammern, sondern Neues denken, Wünschbares angehen, Chancen sehen und Kreativität entwickeln", das wünschte sich die Bundestagsabgeordnete und Pegauer Stadträtin Katharina Landgraf für das neue Jahr. Das Dach der Generationen sei nicht zerstört, auch wenn die Menschen immer älter werden, und selbst die Zukunft der Familie sei nicht am Ende, räumte die Politikerin mit der Schwarzmalerei auf. „Im Gegenteil", so die vierfache Mutter und mehrfache Großmutter, „der Familiensinn nimmt weiter zu. Darin sehe ich ein großes Potenzial."

Zu ihrer Heimatstadt Pegau steuerte Landgraf auch noch ein paar „freundliche" Zahlen bei. Die Einwohnerzahl habe sich mit der Eingemeindung Kitzens auf 6483 erhöht – mit Stand vom 13. Januar 2012. Dabei sind die Frauen und Mädchen mit 3319 etwas in der Überzahl. Auch der Bürgermeister Peter Bringer verkündete gute Nachrichten beim Neujahrsempfang: „Der Zuzug nach Pegau ist seit Jahren höher als der Wegzug. Das beweist uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir bieten gegenwärtig 100 Baugrundstücke zu guten Preisen an, und hoffen, dass recht viele junge Familien davon Gebrauch machen, denn ´Wer baut, der bleibt` heißt eine alte Devise. Das ist gut für Pegau."

Kathrin Haase

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