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Großer Bogen um Borna: Neues Autobahnende lässt Kraftfahrer verzweifeln

A72 Großer Bogen um Borna: Neues Autobahnende lässt Kraftfahrer verzweifeln

Ausnahmezustand in Borna-Nord: Mit dem Ausbau des Autobahn-Knotenpunktes ändert sich auch die Verkehrsführung am Ortsausgang. Kraftfahrer aus Richtung Leipzig und Chemnitz müssen nun die große Schleife bis zur Ampelkreuzung fahren. Voraussichtlich bis Ende 2019 bleibt das so.

Aus Richtung Bornaer Krankenhaus kommend, geht es nun geradeaus auf die Autobahn 72.
 

Quelle: Andreas Döring

Borna. Seit Mittwochabend herrscht Ausnahmezustand am nördlichen Autobahnende in Borna-Nord. Häppchenweise wurde am Ortsausgang in Richtung Leipzig die Verkehrsführung geändert, Spuren reduziert und wieder erweitert, bis nichts mehr ist, wie es einmal war. Konkret sieht das so aus: Das Autobahnende weicht von seiner gewohnten Strecke ab, führt die letzten 300 Meter am Gewerbegebiet Ost (Lekkerland) vorbei und mündet in die Krankenhausampel in der Leipziger Straße. Kraftfahrer aus Richtung Leipzig und Chemnitz sind damit gezwungen, die große Schleife zu fahren. Bisher ging die A72 geradewegs und nahtlos in die Bundesstraße 95 über.

Laut Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) in Dresden soll das Provisorium „spätestens bis zur Gesamtfertigstellung des Abschnitts bis Rötha bestehen bleiben“, spätestens jedoch bis Ende 2019. Sie bittet noch einmal „alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für diese Behinderungen und besonders umsichtige Fahrweise im Baustellenbereich“.

Zeitgleich mit Schneeregen und Straßenglätte zogen die ersten Änderungen schon am Mittwochabend einen Rattenschwanz an Ärger und Verwirrung nach sich und führten auch Donnerstag wieder zu kilometerlangen Staus in beiden Richtungen. Mehrere Kraftfahrer schilderten der LVZ ihre Erlebnisse. Ein Mann brauchte für die Strecke von Dittmannsdorf nach Borna eine geschlagene Dreiviertelstunde. Ein Familie vertagte ihren Kinobesuch in Leipzig und drehte noch in Borna um. Aus der Stadt war am Mittwochabend kein Rauskommen. Eine Pendlerin aus Leipzig nahm am Donnerstag den Umweg über die Neulandsiedlung Flößberg und Schönau, um nach Frohburg zu gelangen. Auch in den sozialen Netzwerken überschlugen sich die wütenden Kommentare, verbunden mit Umleitungsempfehlungen und Spekulationen über die Dauer der Verkehrsführung. Ein junger Kraftfahrer meinte in Anspielung auf den Schlenker am Ortseingang scherzhaft: „Wir müssen jetzt alle um Borna einen großen Bogen machen.“

Grund für diese Ausnahmesituation ist der Umbau des Autobahnendes in Borna-Nord und die Anbindung des künftigen Streckenabschnittes 5.1 bis Rötha, erläutert Isabel Siebert. Der nächste Abschnitt werde insgesamt 9,4 Kilometer lang und rund 125 Millionen Euro teuer. Wie berichtet führt der Autobahnabschnitt von Borna nach Rötha über anspruchsvollen Baugrund – ehemaliges Bergbaugelände mit Hohlräumen.

Erst mit Fertigstellung der A72 bis zur Anschlussstelle A38 werde auch die Bundesstraße 95 auf zwei Spuren zurückgebaut. Das werde voraussichtlich zwei Jahre dauern. Ein Teil der dann überflüssigen zwei Fahrspuren soll als Rad- und Wirtschaftsweg genutzt werden. Der letzte A-72-Abschnitt werde zu großen Teilen auf der Trasse der jetzigen B 95 verlaufen.

Von Kathrin Haase

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