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Borna Großer Wurf in Borna: Anfragen für Welpen „vom Eulabach“ aus Mexico und Italien
Region Borna Großer Wurf in Borna: Anfragen für Welpen „vom Eulabach“ aus Mexico und Italien
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00:22 08.09.2017
Kaja vom Strithorst mit Hundebaby Anneliese vom Eulabach. Quelle: André Neumann
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Borna

Nach zwei Monaten kehrt jetzt langsam wieder Alltag ein im Haus der Familie Lewandrowski in Borna. Denn seit dem 25. Juli hatten hier Alino jun., Alfred, Anton, Anneliese, Amber, Alma und Abby das Sagen. Allesamt sind sie Hundekinder von Kaja und sie tragen den Beinamen „vom Eulabach“. So heißt der Zwinger, den Sandra (41) und Norman (42) Lewandrowski seit einiger Zeit betreiben und in dem Kaja jetzt zum ersten Mal Nachwuchs bekommen hat. Die Rasse, zu der die gutmütige weiß-braune Familienhündin mit leicht rauem Haar gehört, ist eine der jüngeren und noch nicht sehr weit verbreitet: Kromfohrländer.

Als sich die Lewandrowskis vor ein paar Jahren nach einem Hund umzusehen begannen, stießen sie bald auf diese erst 1955 international anerkannte Rasse, die wie geeignet für das Leben in einer Familie mit zwei Kindern (Lars, 10, und Hannes, 15) schien. „Ein Kromforhländer hat fast keinen Jagdtrieb, ist familienfreundlich und passt auch von der Größe her gut zu uns“, sagt Norman Lewandrowski.

Allerdings war es dann gar nicht so einfach, einen zu bekommen. Denn innerhalb des Kromfohrländer-Züchterverbandes gibt es pro Jahr nicht einmal 200 Welpen (zum Vergleich: 2016 wurden reichlich 10000 Deutsche Schäferhunde geboren). Die sind heiß begehrt, und die Züchter schauen sich genau an, wem sie ihre Hundenachkommen anvertrauen. Die Bornaer hatten sich bei zwölf Züchtern vorgestellt, haben über ihr Haus und ihre Lebensverhältnisse erzählt. „Auf mancher Warteliste standen wir an hundertster Stelle“, erinnert sich Sandra Lewandrowski. Für die Familie sprach, dass beide ich Schichten arbeiten, so dass fast immer jemand zu Hause bei Kaja sein kann, und dass sie ihre Urlaubsziele so aussuchen, dass die Hündin immer mit kann. Denn ein Kromfohrländer möchte nicht ein paar Tage oder gar zwei Wochen ohne Herrchen und Frauchen in der Hundepension bleiben.

Seit Kaja, die dem Zwinger „vom Strithorst“ in Potsdam abstammt, im Haus lebt, tun ihre Besitzer viel dafür, die Rasse weiter bekannt zu machen. Deswegen organisieren sie Kromfohrländer-Wanderungen, die es in ganz Deutschland gibt, und deshalb entschieden sie sich für die Zucht. Den Namen „Eulabach“ fanden sie auf einer alten Karte, und weil sie an der Eula gern mit Kaja spazieren gehen, wurde das der Name des Zwingers.

Kajas Partner wurde Alino vom langen Fuchsbau aus Berlin. Die Paarung klappte schon am zweiten Tag ihrer Begegnung. Die Geburt verlief dann eher dramatisch: Der erste Welpe kam zu Hause auf die Welt. Als nach drei Stunden der nächste immer noch nicht da war, wurden Lewandrowskis unruhig und machten sich auf zu ihrem Tierarzt in Panitzsch. Kurz darauf gebar Kaja im Auto leider einen toten Welpen. Dann kamen noch zwei im Auto zur Welt, die anderen vier in der Tierklinik, wo die Tierärztin aber kaum noch eingreifen musste.

Zu Hause hatten die sieben das Paradies auf Erden. Lewandrowskis rückten den Esstisch aus der Stube und bauten Kajas Kindern dort ihr Kuschel- und Schlafreich. Wobei die sich zum Schlafen auch andere Lieblingsplätze suchten, unter der Couch zum Beispiel. Draußen konnten sie im weichen Gras und unterm Schatten des Apfelbaums nach Herzenslust spielen und herumtollen.

Jetzt, nach zwei Monaten, holen die neuen Besitzer die kuscheligen Welpen ab. Knapp 50 Anfragen gab es, sogar aus Mexico, aus Skandinavien und Italien. Letztlich bleiben aber alle in Deutschland, sie tragen den Namen „vom Eulabach“ zu Familien zwischen Hamburg und Stuttgart.

Von André Neumann

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