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Borna Großes Fest für die ganze Familie sorgt für Leben im Bad Lausicker Kurpark
Region Borna Großes Fest für die ganze Familie sorgt für Leben im Bad Lausicker Kurpark
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13:23 11.09.2011
Clown Jochen modellierte Fabelwesen am laufenden Band. Quelle: Jens Paul Taubert
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Bad Lausick

„Es gibt hier sehr viele Angebote. So ein Fest könnten sie eigentlich öfter machen", meinte Inge Schubert aus Bad Lausick. Ihre Enkelin Nelly hätte nichts dagegen einzuwenden: Als Schmetterling geschminkt wartete die Vierjährige, dass für sie Platz auf dem Pferderücken wurde: „Auf der Hüpfburg war ich schon." Ein paar Minuten Wartezeit nahmen all jene, die reiten wollten, gern in Kauf. „Charly und Luna haben ordentlich zu tun", sagte die Bad Lausicker Reiterhof-Chefin Iris Riedel und machte den Veranstaltern ein Kompliment.

Tattoos mittels Airbrush direkt auf den Arm sprühten Heike von Steinsberg und Lisa Godeck vom Röthaer Jugendklub „Die Wanne". Groß zum Aufschauen kamen beide nicht angesichts des Andrangs, doch ihr Urteil war klar: „Es sind viele interessante Sachen dabei, die hervorragend passen zu einem Familienfest." Ein Eindruck, den Christa und Siegfried Ruth aus Kitzscher bestätigten. Mit Enkel Marlon waren sie zum Fest gekommen, und neben der Vielzahl der Angebote gefiel ihnen die Weitläufigkeit und damit Übersichtlichkeit des Veranstaltungsortes.

Bad Lausick. Der Bad Lausicker Kurpark rund um die Freilichtbühne „Schmetterling" gehörte am Sonnabend bis weit in den Abend hinein den Kindern und Jugendlichen. Und da viele ihre Eltern oder Großeltern mitgebracht hatten, gelang das, was den im Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig versammelten Einrichtungen und Vereinen vorschwebte: ein großes Familienfest zu organisieren als Schaufenster für die Kinder- und Jugendarbeit im Leipziger Land und im Muldental.

„Ich finde die Veranstaltung toll, weil hier wirklich die Kinder im Mittelpunkt stehen", ergänzte Volkmar Bemmann aus Bad Lausick. Einen Ruhepunkt in dem ausgelassenen Treiben boten die Bänke vor der Freilichtbühne. Auf dem Podium sorgten die Bad Lausicker Kindertagesstätten „Schwanenteich" und „Waldfrieden", die Tanzgruppe der Mittelschule und die Musikschule Fröhlich für Abwechslung.

Ein paar Meter entfernt wurde am Stand des Vereins Seelenvogel aus Kitzscher gehämmert und geleimt: Oft griffen Väter mit zu, wenn ihre Sprösslinge aus vorgefertigten Holzteilen ein Segelboot zusammenfügten. Linus (5) aus Ballendorf hatte klare Vorstellungen, wie sein Fahrzeug aussehen sollte: „Mit Segel und Piratenfahne." In seinem Vater Frank Lüpfert hatte er einen versierten Helfer. „Schön, dass das Handwerkliche gefördert wird", freute sich Matthias Friedrich aus Bad Lausick, der, selbst vom Fach, mit Frau und Tochter unterwegs war. Loskommen vom Computer, aktiv und kreativ etwas beginnen, das sei für Heranwachsende wichtig. Das konnte Steffen Ludwig von Seelenvogel nur bekräftigen: „Zu uns kann jeder kommen mit seiner Idee. Wir versuchen ihn dann bei der Umsetzung zu unterstützen."

„Ich finde schön, dass man hier reiten kann", sagte die achtjährige Annabel aus Grimma, die am Stand der Ökoschule Markkleeberg gerade einen hölzernen Schmetterling bemalte, während sich ihre Mutter das Bühnenprogramm genoss. „Mir gefällt es hier sehr gut", bestätigte Julia (8) aus Glasten, die sich zuvor bei der Polizei umgeschaut hatte. Für Heidi Kunis, die die Ökoschule leitet, war Bad Lausick eine Entdeckung: „Ich bin sehr angetan von dem, was hier geschieht." Und dass es möglich sei, auch in einem größer gewordenen Landkreis die Macher der Jugendarbeit zusammenzuführen.

Rosi Pätzold vom Jugend- und Freizeittreff Bennewitz schminkte, angetan mit einem Fliegenpilz-Hut, Kinder ohne Unterbrechung. „Das ist wirklich ein schönes Fest", sagte sie. Mittendrin im Gewühle, doch an der Kleidung gut erkennbar, war Clown Jochen, einer der Leipziger Klinikclowns. „Die Leute hier sind aufgeschlossen, nicht nur die Kinder, sondern auch die aus den Kureinrichtungen", sagte er, während er aus Luftballon-Schlangen Fabelwesen formte. Auf eines wartete Louis mit rotem Limonadenmund. Der rührte wohl von einem Getränk namens Rosenrot her, gemixt von Marit Bergmann und ihren Freundinnen; die hielten an der Cocktailbar der Evangelischen Jugendarbeit leckere Drinks bereit, natürlich ohne Alkohol.

„Ich bin überwältigt, dass so viele Leute gekommen sind", sagte Enrico Opitz, Koordinator des Kinder- und Jugendringes, der gemeinsam mit Katrin Linhart vom ad Lausicker AWO-Kinder- und Jugendzentrum die Fäden der Organisation in der Hand hielt. Am Abend veränderte sich das Publikum, mehr ältere Jugendliche kamen. Denn dann standen auf der Bühne unter dem „Schmetterling" vier Nachwuchsbands: Goldstaubwerk aus Schkeuditz, Electronic Noise und Restless Dreams aus Bad Lausick und Marcel hates crunch aus Annaberg.

Ekkehard Schulreich

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