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?Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit?

?Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit?

Peißen/Groitzsch. Der mutmaßliche Doppelmörder von Peißen, Uwe J. aus Groitzsch (46), soll die Tat allein, ohne einen Komplizen begangen haben. "Es gibt keinen Hinweis auf weitere Täter", sagte der Sprecher der Staatsanwalt Leipzig, Ricardo Schulz, gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Nach der vorläufigen Festnahme am Freitag habe Uwe J. gegenüber der Ermittlungsbehörde ein Geständnis abgelegt und zugegeben, am Gründonnerstag das Rentnerehepaar Erhard und Marlis G. aus Peißen getötet zu haben. Die Obduktion der 68 beziehungsweise 72 Jahre alten Mordopfer sei mittlerweile abgeschlossen, und ihre Leichen seien zur Bestattung freigegeben. Über den genauen Todeszeitpunkt und die Umstände ihres Todes wollte sich Ricardo Schulz nicht äußern. "Wir haben Erkenntnisse, um den Tatzeitpunkt einzugrenzen, aber es müssen weitere Details zusammengetragen werden."

Bis zu einer Anklageerhebung werden voraussichtlich noch mehrere Wochen ins Land gehen. "Nicht dass es unendlich dauert, aber Gründlichkeit und Genauigkeit gehen vor Schnelligkeit", erklärte Schulz auf Nachfrage. Unabhängig des Geständnisses von Uwe J. sind weitere Ermittlungen, kriminaltechnische und medizinische Untersuchungen notwendig, müssen Ergebnisse zusammengetragen und dokumentiert werden, um die Tat lückenlos aufzuklären. Darüber hinaus bleibe das Grundstück des Rentnerehepaares in der Breiten Gasse in Peißen weiter versiegelt und faktisch beschlagnahmt, damit kein Unbefugter das Haus oder den Hof betrete.

Seit seiner Festnahme sitzt der Tatverdächtige in der Justizvollzugsanstalt Leipzig. Er ist ein Zugezogener in Groitzsch. Zuletzt hatte der 46-Jährige selbstständig als Trockenbauer gearbeitet und war davor als Bauleiter und Vorarbeiter unter anderem in Chemnitz tätig, ist auf seiner Internetseite nachzulesen. Privat trat der gelernte Landmaschinenbauer aber kaum öffentlich in Erscheinung. Als Mitglied des örtlichen Schützenvereins hatte er noch im Juni vergangenen Jahres die Ehrenscheibe geschossen, später wurde er jedoch aus dem Verein ausgeschlossen.

Unter der Groitzscher Bevölkerung sorgte die schreckliche Tat für große Aufregung. Seit ein großes Polizeiaufgebot vor J.s Wohnung in der Bahnhofstraße stand, gab es kaum ein anderes Thema in den Geschäften, Gartenvereinen und auf der Straße. Auch im sozialen Netzwerk Facebook tauschten sich die Nutzer darüber aus und fürchteten, dass mit den Negativschlagzeilen "ein schlechtes Licht auf die Stadt" falle.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.04.2013

Kathrin Haase

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