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Grünes Licht: Neue Ideen sollen Volkskundemuseum Wyhra beleben

Mehr Besucher erhofft Grünes Licht: Neue Ideen sollen Volkskundemuseum Wyhra beleben

Eine Grundsatzentscheidung soll in diesem Jahr zur weiteren Zukunft des Volkskundemuseums Wyhra fallen. Grundlage sollen eine neue inhaltliche Ausrichtung sowie eine bauliche Kostenschätzung sein.

Teilnehmer an einem Workshop im Volkskundemuseum Wyhra.

Quelle: Jens Paul Taubert

Landkreis Leipzig/Borna. Bestrebungen, dem historischen Vierseithof in Wyhra zu neuem Schwung zu verhelfen, gibt es seit langem (die LVZ berichtete). Der Landkreis als Träger des Volkskundemuseums ergreift jetzt ganz konkret die Initiative: Im jüngsten Kreisausschuss gab es breite Zustimmung, eine Prüfung zur inhaltlichen und baulichen Umgestaltung der landkreiseigenen Immobilie zu veranlassen. Bei einer Enthaltung wurden dafür 5000 Euro aus dem Kreisetat bewilligt. Um das Museum herum und auf ihm fußend könne ein multifunktionaler Erlebnisort geschaffen werden, heißt es im Papier aus dem Kultusamt. Das Museum habe sich in den vergangenen 25 Jahren stetig entwickelt. Eine Dauerausstellung zum bäuerlichen Leben, wechselnde Sonderausstellungen, museumspädagogische Angebote, Projekte und zur Tradition gewordene Feste locken jährlich zwischen 4000 und 5200 Besucher.

Auf der Basis des beschlossenen Museumskonzeptes sei in den vergangenen zwei Jahren an einer Aktualisierung und Modernisierung der Ausstellungskonzeption gearbeitet worden. Dazu wurden bei der Landesstelle für Museumswesen Fördermittelanträge gestellt, die auf Grund des jetzigen Charakters des Museums nicht immer erfolgreich waren. „Es gibt aber viel Engagement und Ideen der Verantwortlichen vor Ort“, erklärte Landrat Henry Graichen (CDU), die Grundlage neuer Ideen sein könnten. So wäre ein fest etabliertes Café, das derzeit nur sehr begrenzt durch den Heimatverein Bornaer Land realisiert wird, die Umwidmung der Scheune zur Musik- und Veranstaltungsstätte, selbst der Außenbereich einer Kindertagesstätte oder einfache Beherbergungen denkbar. Unabdingbar seien zudem eine stärkere touristische Ausrichtung des Objektes und die überregionale Vermarktung, so das Kultusamt weiter.

Erste Vorstellungen sollen nun konkretisiert und auf ihre Machbarkeit hin untersucht werden. Außerdem soll ermittelt werden, was die Bausubstanz an Ideen zulässt, wie hoch die finanzielle Belastung des Landkreises ausfallen würde und ob Fördermittel akquiriert werden können.

Im Ausschuss gab es allerdings auch kritische Stimmen. SPD-Fraktionschef Karsten Schütze hielt mit seiner Meinung nicht hinterm Berg: „Ich sehe ein krasses Missverhältnis zwischen Kosten und Besucherzahlen.“ Wenn das Konzept im Herbst vorliegt, erwarte er, dass man sich darüber intensiv auseinandersetze. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Trägermodelle für die zahlreichen Museen im Kulturraum wünschte sich Schütze zudem einen Überblick aller Besucherzahlen. Zur Wahrheit gehöre auch, dass der Landkreis von der Landesdirektion angehalten wurde, seine freiwilligen Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen. „Auf jeden Fall muss noch einmal geprüft werden, ob für die Trägerschaft des Museums nicht eine andere Lösung gefunden werden kann“, so Schütze.

„Um mehr Einnahmen aus dem Museumsbetrieb zu erzielen, hatten wir als Stadt Borna unter anderem vorgeschlagen, im Volkskundemuseum auch Trauungen durchzuführen“, erklärte die Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Dies habe der Landkreis allerdings abgelehnt. Graichen regte an, auch diese Frage im Rahmen der jetzt anstehenden Prüfung noch einmal zu betrachten.

Eine endgültige Weichenstellung würde ohnehin der Kreistag treffen müssen, erklärte der Landrat. Im Herbst, so sieht es der Zeitplan vor, soll auf der Grundlage einer konkreten Kostenschätzung sowie inhaltlicher Überlegungen eine Grundsatzentscheidung über die Zukunft des Vierseithofes fallen.

Von Simone Prenzel

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