Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Grünes Licht für Hainer und Bockwitzer See
Region Borna Grünes Licht für Hainer und Bockwitzer See
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:55 19.05.2015

16 der 24 Millionen Euro, die für den Zeitraum 2013 bis 2017 für die touristische Aufwertung der Bergbaufolgelandschaft zur Verfügung stehen, fließen in den Südraum. "Mehr als sieben Millionen Euro werden dem Nordraum zugewiesen", sagte Andreas Berkner, der als Leiter der Regionalen Planungsstelle Westsachsen die AG moderiert.

Die Wunschliste war wesentlich größer als das Budget, so dass nicht alle Blütenträume reifen werden. "Wir haben eine Reihe von Maßnahmen zurückgestellt", formulierte es Berkner. Vor allem musste die AG zu den zwei wassertouristischen Schwergewichten im Südraum Position beziehen. Sie entschied sich für den Harthkanal, der künftig Cospudener und Zwenkauer See verbinden soll. Die sogenannte Wasserschlange zur Anbindung des Markkleeberger Sees an die Pleiße muss hingegen in die Warteschlange. "Wir müssen hier auf eine alternative Finanzierung oder auf neues Geld im nächsten Verwaltungsabkommen bauen", sagte Berkner. Es sei eine klare Entscheidung gewesen, zunächst den Harthkanal zu errichten. Er soll künftig nicht nur den Bootsverkehr zwischen beiden Seen ermöglichen, sondern auch der Wasserregulierung dienen. Deshalb wird er zum Teil aus dem Topf der Bergbau-Grundsanierung finanziert, erklärte Berkner. "Allein aus Paragraf 4 wäre er nicht bezahlbar." Der Kanal wird vermutlich zehn Millionen Euro verschlingen.

Erfreulich aus Bornaer Sicht: Auch die Vorhaben am Hainer und am Bockwitzer See wurden gestern bestätigt. Am Hainer See sind unter anderem noch Hafen und Parkplatz zu bauen, am Bockwitzer See geht es um die Erneuerung der Straße von Borna nach Dittmannsdorf und um die Anbindung des Nordufers. Ebenfalls grünes Licht gab es für die Beseitigung der Störstellen in der Pleiße zwischen Agra-Wehr und Connewitzer See sowie für den Bau von Straßen, Wegen und Parkplatz am Störmthaler See. Diese vier Paragraf-4-Projekte sind laut Berkner alle im hohen sechsstelligen und im siebenstelligen Bereich angesiedelt. Hinzu kämen eine Reihe kleinerer Maßnahmen.

Im Norden Leipzigs fließt das Geld vor allem in die Projekte am Seelhausener und Werbeliner See sowie für den bereits im Bau befindlichen Sportstrand am Schladitzer See.

Mit der gestrigen Entscheidung wurden die Voraussetzungen geschaffen, mit den ersten Vorhaben zu beginnen. Am Hainer und Bockwitzer See seien die Vorbereitungen schon weit, andere Projekte bräuchten noch ihre Zeit, so Berkner. Das Geld müsse ohnehin über die fünf Jahre verteilt ausgegeben werden.

Der Arbeitsgruppe Paragraf-4-Maßnahmen gehören die Landkreise Leipzig und Nordsachsen, die Stadt Leipzig, die Landesdirektion, die Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbauverwaltung sowie das Sächsische Oberbergamt an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.05.2013

Prenzel, Frank

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mittlerweile lässt sich von einer richtigen Schulatmosphäre sprechen. Im dritten Jahr ihres Bestehens werden an der Hans-Sachs-Mittelschule in Witznitz 28 Kinder unterrichtet.

19.05.2015

Kraftfahrer müssen sich in weniger als vier Wochen auf erhebliche Behinderungen im innerstädtischen Straßenverkehr einstellen. Dann beginnt der grundhafte Ausbau der Mühlgasse und führt nach Angaben von Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) für zehn Monate zu veränderten Verkehrsführungen.

19.05.2015

Auf dem Sportplatz Audigast fand am Wochenende das 22. Open-Air-Festival mit 16 Bands statt. Aber wie so oft waren die Wetterprognosen nicht aufseiten von René Fischer, der in zweiter Veranstaltergeneration mit seinem Team das Festival organisiert.

19.05.2015
Anzeige