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Borna Grünes Licht für Wehr in Elstertrebnitz
Region Borna Grünes Licht für Wehr in Elstertrebnitz
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15:50 19.05.2015
Ende 2014 soll das Wehr in Elstertrebnitz fertig sein, sagt Talsperrenchef Axel Bobbe. Quelle: LVZArchiv

Axel Bobbe muss dieser Tage in den Medien oft negative Botschaften verkünden. Dabei geht es meistens um Hochwasserschutz, der nicht für alle Orte möglich und finanzierbar sei. Diesmal jedoch hat er eine überaus positive Nachricht: "Seit Donnerstag ist die wasserrechtliche Genehmigung für das Wehr in Elstertrebnitz da, das ist die Baugenehmigung. Damit haben wir grünes Licht."

Jetzt müsse die Finanzierung geklärt werden, aber das sei ein "eher formaler Akt". Auf LVZ-Nachfrage, was dies bedeute, sagte der Talsperren-Chef: "Wenn noch keine Genehmigung vorliegt, haben wir die Geldscheine natürlich nicht im Schrank. Da aber Elstertrebnitz auf der Prioritätenliste weit vorn steht, werden wir dieses Vorhaben zügig realisieren können."

Er rechne damit, die Arbeiten schnell ausschreiben zu können. Weil dies bundesweit geschehen muss und es dabei viele Fristen gibt, werde der Bauauftrag erst um die Weihnachtszeit ausgelöst. Was bedeute: Baustart ist nach dem Winter. Bis Ende 2014 soll das neue Wehr, das automatisch gesteuert wird, fertig sein. Es werde rund eine Million Euro kosten.

Klaus Sommer, Bürgermeister in Elstertrebnitz, weiß nicht, wie lange über dieses Wehr in seinem Dorf schon geredet wird. "Sehr lange", sagte der CDU-Gemeindechef. Er sei froh, dass es nun endlich losgeht. Die Hochwasser 2011 und 2013 hätten die Sache beschleunigt. Es sei allerdings auch bedenklich, dass erst solche Vorkommnisse passieren müssten, damit dieses Wehr nun gebaut werde. Es wird davon ausgegangen, dass damit der 1400-Einwohner-Ort bei künftigen Hochwasser-Ereignissen geschützt ist - diese häuften sich in Elstertrebnitz in den vergangenen Jahren.

Beinahe hätte es noch länger gedauert. Das Verfahren zog sich enorm in die Länge. Bereits vor mehr als zwei Jahren hatte die Landestalsperrenverwaltung den Bauantrag bei der Landesdirektion eingereicht - erst im August dieses Jahres erhielt sie die sogenannte Plausibilitäts- und Vollständigkeitsprüfung. Daran angeschlossen hätte sich eigentlich ein Planfeststellungsverfahren, das im Regelfall auch noch mal anderthalb Jahre dauert. Doch in Abstimmung mit Landrat und Landestalsperrenverwaltung konnte die Frist verkürzt werden (die LVZ berichtete).

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.09.2013

Carell-Domröse, Claudia

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