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Borna Grundschule Nord: Umzug möglich - oder auch nicht
Region Borna Grundschule Nord: Umzug möglich - oder auch nicht
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17:15 21.01.2013
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Borna

Es handelt sich aber bei näherem Hinsehen um eine Willenserklärung, deren Bestand angesichts immer denkbarer Entwicklungen auf einer großen Baustelle allemal in Frage gestellt werden kann. Eine Verschiebung des Umzugs bleibt möglich. Wer gedacht hatte, mit der gestrigen Bauberatung, bei der auch Vertreter des Brandschutzes und des zuständigen Planungsbüros vor Ort waren, gäbe es endlich Klarheit, der sieht sich enttäuscht. „Nach aktuellem Stand wird die Schule fertig", erklärte Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) gestern nach der Beratung – freilich nicht ohne einzuschränken, dass alles immer noch ganz anders kommen kann. „Es gibt keine hundertprozentige Zusage." Das bedeute, dass die Schule Nord in ihrem Interimsquartier in der Westschule ebenso wie die Neuseenland-Grundschule ihre Umzugsvorbereitungen fortsetzen können und müssen. Allerdings bleibt weiterhin unklar, ob sie ihre Materialien kurz vor dem geplanten Umzug nicht wieder auspacken müssen. „Denkbar", sagt die Oberbürgermeisterin, die darauf verweist, dass der Umzugstermin in den Winterferien der mehrheitliche Wunsch des Stadtrates gewesen ist, „wäre das." Mit dem Bau der neuen Grundschule, die drei Klassenzüge haben wird sowie Platz für LRS-Schüler bietet, war kurz vor Weihnachten 2011 begonnen worden (die LVZ berichtete). Die Gesamtkosten belaufen sich auf mehr als sieben Millionen Euro. Bei den Diskussionen um einen Umzug der Schule mitten im Schuljahr 2012/13, wie er immer noch geplant ist, hatte es geheißen, mit der Schließung der maroden Ostschule im Winter könnten Heizkosten von etwa 100 000 Euro gespart werden. Die neue Schule soll den Namen des gebürtigen Bornaers und Völkerschlachtdenkmalserbauers Clemens Thieme tragen. Sie steht an der Stelle, wo in den 60er Jahren die Georg-Schwarz-Oberschule errichtet wurde, die vor anderthalb Jahren abgerissen wurde. Auf den neuen Namen hatten sich Vertreter aller Stadtratsfraktionen, die Leiter der Schulen Ost und Nord und Oberbürgermeisterin Luedtke in der Konsequenz eines Wettbewerbs verständigt. Bereits im letzten Jahr hatte der Stadtrat grünes Licht für den Abriss des Schulgebäudes der Neuseenland-Grundschule gegeben. Das Bauwerk aus dem Jahr 1978 ist undicht, und im unteren Bereich gibt es erhebliche Nässeschäden. Für den Rückbau ist eine Förderung bis 75 Prozent möglich. Die Kosten für den Abriss belaufen sich auf etwa 375 000 Euro.

Nikos Natsidis

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