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Borna Grundschule im Entstehen
Region Borna Grundschule im Entstehen
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16:04 01.02.2010
Ralf Krüger und Katharina Henschel stehen Interessierten Rede und Antwort. Quelle: Jörg Reuter
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Pötzschau

Erst vor drei Wochen nahm die Idee konkrete Züge an. Bis Anfang März muss – wenn das Projekt wie geplant, im August starten soll – alles in Sack und Tüten sein. Am Wochenende kamen etwa 25 interessierte Eltern zur ersten Informationsveranstaltung zusammen. Wie berichtet, planen Hentschel und Krüger zusammen mit einer handvoll Unterstützern die Gründung der „Neuse(h)en Landschule“ Pötzschau in den Gebäuden der ehemaligen Firma Erd- und Tiefbaubewegung. Ab August sollen hier Grundschüler an der Montessoripädagogik orientiert unterrichtet werden. Schon länger gebe es in der Region das Bedürfnis nach alternativen Bildungsstätten, so Hentschel. So befänden sich etwa die nächsten Montessorischulen in Zwenkau beziehungsweise in Leipzig-Grünau. Frühere Vorhaben, im Bornaer Raum eine solche Bildungsstätte ins Leben zu rufen, seien bis jetzt immer gescheitert.„Das Besondere an unserer Situation ist, dass wir eine wesentliche Hürde schon gemeistert haben, an der viele scheitern. Wir haben die passende Immobilie für das notwendige Schulgebäude gefunden“, sagte Krüger. Diese Option habe sich jedoch erst vor drei Wochen ergeben, was den enormen Zeitdruck erkläre.Seitdem hat das Paar das Projekt intensiv vorangetrieben – Informationen eingeholt, Behörden kontaktiert und ein Arbeitskonzept erstellt. Laut Hentschels Ausführungen stünden die Chancen gut, die Pläne in die Tat umzusetzen. Bedingung sei, dass sich genügend Eltern finden, die das Vorhaben mittragen.„Wir können nur die Energie liefern, der Rest hängt an ihnen“, erklärte Hentschel. Weder die notwendige Arbeit noch die notwendige Finanzierung könnten sie alleine bewältigen.Als nächster Schritt soll in dieser Woche der Schulträgerverein gegründet werden. Viele der Eltern trugen sich am Ende der Informationsveranstaltung auf einer Liste ein und bekundeten somit ihre Bereitschaft, in den Verein einzutreten. Zuvor hatte Hentschel die grundlegenden Inhalte des geplanten Bildungskonzeptes umrissen und im Anschluss die Bedingungen zur Gründung einer freien Schule erläutert.Dabei erfuhren die Anwesenden, dass es in Sachsen möglich ist, anerkannte freie Schulen zu gründen. Voraussetzung dafür seien unter anderem: Die Einrichtung kann sich drei Jahre lang selbst finanzieren, das heißt, sie kommt ohne öffentliche Gelder aus. „Außerdem ist gesetzlich festgeschrieben, dass die Pädagogen wenigstens 80 Prozent des Gehaltes ihrer Kollegen an öffentlichen Schulen bekommen und keine Elitenförderung betrieben wird“, erläuterte Hentschel. So dürfe das Schulgeld, ohne das es nicht gehe, nicht zu hoch angesetzt werden.Rund 250 000 Euro, gab Hentschel zu Protokoll, würden benötigt, um die Schule unter diesen Voraussetzungen drei Jahre zu betreiben. Danach vereinfache sich die Situation durch den Anspruch auf staatliche Gelder. 

Jörg Reuter

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