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Borna Grundschule und Hort Rötha brauchen im nächsten Schuljahr mehr Platz
Region Borna Grundschule und Hort Rötha brauchen im nächsten Schuljahr mehr Platz
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13:56 09.12.2016
Blick auf die Grundschule Rötha. Quelle: Jakob Richter
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Rötha

Es wird eng in der Grundschule und im Hort in Rötha. Was für den stellvertretenden Bürgermeister Uwe Wellman (CDU) ein gutes Zeichen für Rötha als beliebten Wohnort ist, stellt die Stadt und die beiden Einrichtungen vor einige Probleme. Darüber berichteten Grundschulleiterin Silke Kruppa und Hortleiterin Elke Miedl am Donnerstagabend im Stadtrat.

Silke Kruppa machte die Situation an Zahlen deutlich. 2008 hätten 87 Kinder an der Grundschule gelernt, jetzt seien es 150, im nächsten Schuljahr rechne sie mit 170. Darunter sind 30 Kinder aus der gesamten Region, die in einer Daz-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) lernen. Für die jetzt acht Klassen gebe es acht Klassenzimmer. Ein zusätzliches Kunstzimmer unterhalte man nur deshalb,weil es nicht in allen Klassenräumen ein Waschbecken gebe. welches beim Malen erforderlich sei. Musikzimmer und zwei Werkräume gehören zur lehrplangemäßen Ausstattung. Ebenso müsse laut Lehrplan Unterricht am Computer angeboten werden. Noch gibt es ein Computerzimmer mit ziemlich alten PCs.

Noch, denn im nächsten Schuljahr werde sich die Situation verschärfen. Dann wird eine vierte Klasse die Schule verlassen haben, dafür kommen zwei erste Klassen mit voraussichtlich jeweils mehr als 25 Kindern dazu. Dann, so Kruppe werde ein weiteres Klassenzimmer und auch ein neuer Hortraum gebraucht. Spätestens dann werde der Raum im Obergeschoss gebraucht, in dem jetzt noch die große Modelleisenbahnanlage eines Röthaers steht, dem die Stadt den Mietvertrag schon gekündigt, hat.

Für den zweiten Raum wird das Computerzimmer aufgegeben. Der Unterricht am Rechner soll dann mit Laptops erfolgen, von denen aber erst noch einige angeschafft werden müssen, wie die Schulleiterin sagte. Ihr Appell in Richtung Stadtrat und Verwaltung war kurz und bündig: „Der Umbau sollte im April beginnen, im August fängt das neue Schuljahr an.“

Hortleiterin Elke Miedl legte aus ihrer Sicht noch nach: In Horträumen müssen sich die Kinder eigentlich frei bewegen können. Es werde im nächsten Schuljahr eine sechste Gruppe aufgemacht werden müssen. Vermutlich werde dann noch ein Schulzimmer nachmittags als Hortraum gebraucht werden, womit sie eigentlich nicht glücklich sei.

In der anschließenden Debatte lenkte Stadtrat Peter Brauße (Rötha Land) den Blick auf die Grundschule in Espenhain. Deren Gebäude sei größer bei einer geringeren Anzahl von Schülern, bestätigte Röthas Schulleiterin Kruppa. Uwe Wellmann sprach in dieser Frage Klartext: Die Stadt Rötha sei mit allen Ortsteilen ein Schulbezirk. „Wir haben in der Stadt zwei Grundschulen, wenn eine voll ist, wird die andere aufgefüllt.“ Wenn Kinder aus Mölbis nach Espenhain fahren, so seine Auffassung, sei das auch für Schüler aus dem Wohngebiet Rietzschketal zumutbar.

Von André Neumann

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