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Borna Grundstein für neue Molkerei gelegt
Region Borna Grundstein für neue Molkerei gelegt
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17:32 27.11.2012
Der freudige Akt der Grundsteinlegung für die Kohrener Landmolkerei im Gewerbegebiet Penig/Tauscha. Quelle: Jens Paul Taubert
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Penig

Auch viele Gäste der Zeremonie sahen das nicht anders. Denn eine neue Molkerei in diesen Zeiten ist ungewöhnlich, ein durchaus mutiger Schritt, um aus der Region stammende Milch zu verarbeiten und die Produkte – neben Milch sind das Joghurt, Milchmischgetränke und Spezialerzeugnisse – auch hier zu vermarkten. „Uns trieb es zu diesem Projekt, als vor einiger Zeit der Milchpreis horrend fiel. Da schien es uns noch wichtiger, in der Region nicht nur zu produzieren, sondern die Dinge auch hier zu vermarkten“, so Hornung gestern. Zudem wolle man vorbereitet sein, wenn in drei Jahren die von der Europäischen Union festgesetzte Milchquote fällt, alle versuchen werden, so viel Milch wie möglich zu produzieren. Man ging auf Standortsuche, wurde am Stadtrand Penigs fündig und dort mit offenen Armen empfangen. Und fand viele Helfer, um die Idee einer modernen Molkerei, in der traditionelle Verarbeitungsverfahren mit modernster Technik verbunden sind, zudem nur natürliche Zutaten eingesetzt werden, ab Sommer 2013 Wirklichkeit werden zu lassen. „Das kann auch nur funktionieren, wenn viele mitziehen“, so Burkhard Beissert, neben Hornung Geschäftsführer der GmbH. In rekordverdächtiger Zeit gab es die Baugenehmigung des Landratsamtes Mittelsachsen. Das Bornaer Bauingenieurbüro Frommhold zog als Bauplaner ebenso mit wie die Mannen der Geithainer Straßen- und Tiefbau GmbH aus Frankenhain, die die im Gewerbegebiet vorhandene Produktionsstätte aus der Insolvenzmasse eines Schulmöbel-Herstellers entsprechend umbauen, und andere Unterstützer. Darüber freute sich Mittelsachsens Landrat Volker Uhlig (CDU). „Wir haben großen Respekt vor dem Engagement und dem Mut der Investoren auf einem Gebiet, das sehr selten ist“, bekundete er gestern. „Zwar ist der Markt der Milchverarbeitung eigentlich aufgeteilt. Ich hoffe aber, dass diese Antwort auf die Globalisierung mit ihren irrsinnig langen Transportwegen erfolgreich sein wird. Wir brauchen solche Protagonisten“, würdigte er. Dass sah Sachsens Milchkönigin Maria Lenk nicht anders. „Ich finde es wichtig, dass die Verbraucher wieder wissen, wo was herkommt und wer es produziert.“ 40 Millionen Liter Milch will der Betrieb jährlich verarbeiten; mittelfristig diese Kapazität verdoppeln. 30 neue Arbeitsplätze entstehen. „Und ich hoffe, dass wir uns wie geplant im Sommer nächsten Jahres zur Einweihung wiedersehen“, gab sich auch Penigs Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU) optimistisch, ehe er mit den anderen verfolgte, wie die Schatulle mit Unterlagen zum Projekt und aktuellen Presseerzeugnissen versenkt wurde. Mit allen guten Wünschen für einen reibungslosen Bauablauf.

Thomas Lang

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