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Grundstein für neues Pflegeheim

Grundstein für neues Pflegeheim


Die Vorbereitungen zogen sich hin. Schon 2006 ersteigerten Krumbholz’ das 12 000 Quadratmeter große Areal der ehemaligen Bella-Schuhfabrik.

. Mit Hilfe von Fördermitteln rissen sie außer dem Hauptgebäude die übrigen Teile des Betriebes ab. Ihr Projekt änderte sich mehrmals – weil die Stadt keinen Supermarkt der Generationen wollte und weil das Geld der Banken nicht so floss, wie sich die Groitzscher Unternehmer es wünschten. Jetzt ist die Bodenplatte des Heims gegossen. Wie es die Tradition will, steckten Doris und Heiko Krumbholz Zeitung, Bauplan und einige Euro-Münzen in eine Hülse, auch Zeitkapsel genannt, und versenkten sie in einer Mauer. Ein Erinnerungsstück für spätere Generationen.

Erinnerungen ruft auch das Baugelände wach. Krumbholz erzählte, dass hier jahrzehntelang viele Groitzscher Schuhe herstellten, „die dann im westlichen Teil des Landes unter der Marke Salamander verkauft wurden". Das Schuhhandwerk habe die Stadt geprägt, nicht umsonst werde Groitzsch heute immer noch Schusterstadt genannt. Und viele Einwohner würden gern an „ihre Bella" zurückdenken.

Der Zeitplan des Bauherren ist ehrgeizig. Im Oktober 2012 will er Einweihung feiern. Das Heim, ein viergeschossiges Gebäude im Bauhausstil, soll 86 Bewohner beherbergen und 65 Angestellten Arbeit geben. In der unteren Etage sind Aufenthaltsräume, Cafeteria und Wäscherei geplant, in den drei Etagen darüber jeweils 27 Zimmer zwischen 18 und 23 Quadratmeter, fast alles Einzelzimmer. Rund um das Haus soll eine Parkanlage entstehen. Die Pflegeheimgesellschaft Krumbholz mbH investiert 5,5 Millionen Euro.

Bürgermeister Maik Kunze (CDU) sei „hochzufrieden", dass dieses Areal endlich aus dem Dornröschenschlaf erwache und ein „weiteres Schmuckstück" in Groitzsch entstehe. Kreis-Sozialamtsleiterin Karina Keßler betonte, wie wichtig dieses Haus ist. „Wir haben im Landkreis 42 Pflegeheime und alle sind ausgelastet", sagte Keßler. Die Zahl der Demenzerkrankungen nehme rapide zu, und oft würden Familien an den Punkt kommen, wo es zu Hause nicht mehr geht. Dank sagte die Amtsleiterin den Pflegeunternehmen Krumbholz für die „aktive und gute Zusammenarbeit".

Claudia Carell-Domröse

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