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Borna Grundsteinlegung fürs Seehaus am Hainer See erfolgt am 22. September
Region Borna Grundsteinlegung fürs Seehaus am Hainer See erfolgt am 22. September
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08:00 03.09.2016
Für den Strafvollzug in freien Formen am Hainer See wird derzeit der Baugrund erschlossen. Quelle: Thomas Kube
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Neukieritzsch/Hainer See

Mehr als ein Jahr ist vergangen, seit der Verein Seehaus endgültig Baurecht erhielt für eine Anlage für den Strafvollzug in freien Formen am Nordufer des Hainer Sees. Das war Ende Juli 2015 nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung vor allem von Kahnsdorf und Espenhain und nach zwei gescheiterten Bürgerentscheiden. Nun findet am 22. September die offizielle Grundsteinlegung statt. Wie hoch das Projekt angebunden ist, zeigt die Tatsache, das der sächsische Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) persönlich dem Baustart beiwohnen wird.

Dessen stellvertretender Sprecher Sebastian Hecht begründet die Teilnahme des Ministers damit, dass „nun eine geeignete dauerhafte räumliche Unterbringung des besonders pädagogisch geprägten Projekts des Jugendstrafvollzugs in freien Formen in Sachsen möglich wird“.

Seit 2011 befindet sich das Seehaus, wie sich die Einrichtung nach dem Namen des Trägervereins nennt, im ehemaligen Lutherstift in Störmthal. Aus heftigen Gegenreaktionen aus der dortigen Bevölkerung wurden im Laufe der Jahre Duldung und sogar Zustimmung. Zuletzt erhielt der Verein sogar Avancen für einen Verbleib in Störmthal. Seehaus-Chef Tobias Merckle hatte auf Nachfrage jedoch immer wieder erklärt, an dem Neubau am Hainer See festzuhalten.

Seit einigen Wochen laufen am Nordufer des Hainer Sees die Erschließungsarbeiten für das Gelände. Als die nötigen Leitungen verlegt wurden, war im späten Frühjahr bis in die Sommerferien hinein der Rundweg um den Hainer See zwischen Campingplatz und dem Seehausgelände komplett blockiert. Mittlerweile ist der für Fußgänger und Radfahrer wieder nutzbar, auf dem Gelände beginnt nach den Tiefbauarbeiten das Anlegen von Straßen und Zufahrten.

Neben dem Justizminister werden zur Grundsteinlegung am 22. September weitere Gäste aus Politik und Justiz erwartet. Darunter die Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags Andrea Dombois (CDU) und der Neukieritzscher Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU), die an einer Gesprächsrunde teilnehmen werden.

Im Seehaus verbringen ausgewählte Jungendstrafgefangene aus der Jugendstrafanstalt Regis-Breitingen einen Teil ihrer Haftzeit in familiennahen Strukturen. „Der sächsische Gesetzgeber“, sagt Ministeriumssprecher Hecht, „hat diese Vollzugsform ermöglicht, damit auch alternative Konzepte zum herkömmlichen Jugendstrafvollzug umgesetzt und auf ihre Wirksamkeit hin erprobt werden können.“ Bis 2019 seien dafür die Mittel im Landeshaushalt geplant. Die auf eine Million Euro pro Jahr begrenzten Zuschüsse seien laut Hecht für den Betrieb des Vollzugs in freien Formen vorgesehen. Zuwendungen für Bauleistungen seien nicht zugelassen.

Von André Neumann

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