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Grundwasseranstieg und Lärmbelastung

Grundwasseranstieg und Lärmbelastung

Borna. Im Kesselshainer Gasthof fand am Freitagabend die Mitgliederversammlung des Siedlervereins „Siedlung Kesselshain" statt. Auf der Tagesordnung standen auch der andauernde Disput um Lärmschutzmaßnahmen an der Bundesstraße 95 und das Problem der überfluteten Keller in Kesselshain.

. Vereinschef Joachim Steinhäußer präsentierte über 25 Anwohnern die aktuelle Situation.

Im Kampf um die Lärmreduzierung an der B 95 tritt der Verein immer noch auf der Stelle. Steinhäußer ist der Auffassung: „Wenn etwas geändert werden kann, dann nur noch politisch über die Kommunen und nicht über die Bürger." Unter den Siedlern war der Unmut über die Reaktionslosigkeit und das fehlende Entgegenkommen von Straßenbauamt und Stadtverwaltung deutlich spürbar. Die Kesselshainer treiben dabei Fragen um wie die: „Warum soll ein Lärmschutz zur Bornaer Seite entstehen und nicht zur Siedlung hin?".

Lange diskutiert wurde auch das akute Problem des Grundwasseranstiegs durch die Tagebauflutungen. Seit dem letzten Jahr hatten die Anwohner des nördlichen Bornaer Ortsteils vermehrt mit Überflutungen in ihren Keller zu kämpfen. Vereinsmitglied Horst Busch: „Probleme gab es in der Siedlung schon immer, in den letzten Tagen ist jedoch eine extreme Situation entstanden."

Bis zum Absinken der Pegelstände vor kurzem habe nur ein dauerhafter Pumpenbetrieb die Gebäudeschäden eindämmen können. Allein mit dem Abpumpen des Wassers sei es jedoch nicht getan. Die aufsteigende Feuchtigkeit in den Wänden hinterlässt nun beim Austrocknen Salze im Mauerwerk, die durch chemische Reaktionen die Bausubstanz angreifen. Zusammen mit der Stadtverwaltung soll nun nach einer Lösung gesucht werden, in Zukunft das Wasser aus den Häusern fernzuhalten.

Eventuelle Maßnahmen stünden für den Siedlerverein, so Steinhäußer, immer unter der Bedingung, dass das von den Siedlern angepflanzte Grün als einziger Schutz gegen Dreck und Lärm stehen bleibt. Der Vereinsvorsitzende, auch Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion, fasste zusammen: „Im Fall des Grundwassers stehen wir erst am Anfang, die Sache mit der B 95 ist ein Kampf gegen Goliath."

Erneut beklagt wurde auch der Wegfall der Bushaltestelle in Gestewitz Richtung Leipzig. Aus Sicherheitsgründen und Mangel an Fahrgästen, die bis nach Leipzig durchfahren, war die Haltestelle in Richtung Leipzig abgeschafft worden (die LVZ berichtete). Steinhäußer zufolge seien bei den Kalkulationen aber die Fahrgäste zwischen Borna und Gestewitz vollkommen außer Acht gelassen worden. Hier bestehe immer noch Klärungsbedarf.

Jenny Hoffmann

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