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Borna Guggemusiker von Blablös feiern in Pegau ihr Zehnjähriges
Region Borna Guggemusiker von Blablös feiern in Pegau ihr Zehnjähriges
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20:50 09.04.2017
Jubiläums-Party im Festzelt: Die Pegauer Blablös haben sich am Sonnabendabend Freunde und Gäste zum Zehnjährigen eingeladen. Quelle: Roger Dietze
Pegau

Punkt 19 Uhr ging am Sonnabend in Pegau die musikalische Post ab. Und es sollten einige Stunden ins Land ziehen, bis sich über die Elster-Kommune wieder Ruhe gelegt hatte. Denn die gastgebende Gugge-Formation Blablös hatte sich zu ihrem Zehnjährigen Gäste in Gestalt der 1. Thüringer Gugge-Musik aus Apolda sowie des Spielmannszuges Wetterzeube sowie zweier Musiker aus Dresden eingeladen.

„Wir hätten auch gern unsere drei anderen regionalen Guggeformationen Hainer Seepiraten, Bornaer Überdosis und Böhlener Gwärschläschor begrüßt, aber sie haben es leider personell nicht hinbekommen“, bedauert der Blablös-Vereinsvorsitzende Lothar Friedrich. Dass dessen Formation vorgestern fast in Vollbesetzung aufspielen konnte, ist so selbstverständlich allerdings auch nicht. „Wir sind alle beruflich eingebunden und arbeiten zum Teil im Schichtdienst, sodass es nicht immer leicht ist, Veranstaltungswünsche zu erfüllen“, so der 59-jährige Trommler. „Grundsätzlich können wir in Abhängigkeit auch von der Veranstaltungsräumlichkeit mit der Hälfte unserer Bandmitglieder spielen.“

Um vorgestern das große gegenüber der Pegauer Reithalle aufgestellte Partyzelt entsprechend mit schief-schrägen Gugge-Tönen auszufüllen, war allerdings die volle Blablös-Besetzung gefordert. Und auch die Apoldaer Gugge-Freunde waren mit dem Gros ihrer reichlich 50 Musikanten in Pegau angereist. „Wir haben ein sehr gutes Image in unserer Stadt, was unter anderem in unserer Botschafter-Rolle für die diesjährige Thüringer Landesgartenschau seinen Niederschlag gefunden hat. Entsprechend haben wir auch kein Nachwuchsproblem“, berichtet der musikalische Leiter Martin Hörisch.

Auch die Pegauer Blablös sind laut ihrem Vorsitzenden Lothaer Friedrich personell gut aufgestellt. „Wir haben zwar zwei knapp 80 Jahre alte Senioren in der Band, andererseits verstärken uns aktuell aber auch zwei Neunjährige.“ Diese können für ihr Teil insbesondere von Heinfried Kretschmer, seines Zeichen mit knapp 79 der zweitälteste Blablös, jede Menge über Gugge-Musik lernen. Der Meuselwitzer bläst parallel in der Stadtkapelle seines Heimatortes und findet, die Gugge-Musik sei eine gute Ergänzung. „Ich fühle mich bei den altersmäßig bunt gemischten Blablös sehr wohl“, so der Rand-Thüringer, der mit seinen 30 Blablös-Kollegen, von denen rund ein Drittel dem vermeintlich schwachen Geschlecht zugehörig ist, in den kommenden Wochen und Monaten wieder mächtig gefordert sein wird.

„Mit der Bockwitzer Walpurgisnacht starten wir am 30. April ins Veranstaltungsjahr, das für uns alljährlich bis zu 30 Auftritte bereithält“, so Lothaer Friedrich. Auftritte, die der Blablös-Chef als sich deutlich vom Schweizer und Süddeutschen Original abhebend charakterisiert. „Die ursprüngliche im Zusammenhang mit der Austreibung des Winters stehende Guggemusik wird in den Ursprungsregionen auch heute noch nur zwischen dem Faschingsbeginn am 11. November und Fassnacht und auch in dieser Zeit eher gedämpft gespielt, wohingegen die hiesigen Gugge-Formationen für ausgelassene Stimmung über das gesamte Jahr hinweg sorgen.“

Von Roger Dietze

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