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Borna Gut besuchter Info-Tag im Goldenen Stern bietet komplexe Beratung zum energiebewussten Bauen
Region Borna Gut besuchter Info-Tag im Goldenen Stern bietet komplexe Beratung zum energiebewussten Bauen
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18:29 28.02.2010
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Borna

Die Idee erwies sich als Volltreffer. So wie Wolf Hanstein aus Borna formulierten viele Besucher ihre Erwartungen: „Wir haben ein älteres Haus und schon einiges daran gemacht, aber wir suchen noch ein paar Ideen, um die Energiebilanz zu verbessern.“ Nicht nur ihm wurde geholfen. Ob moderne Baustoffe und Dämmsysteme, Heiztechnologie, Regenwassernutzung oder Solar- und Photovoltaikanlagen – an diesem Energiespartag blieb keine Frage offen. Hanstein: „Ich habe Anregungen ge-sucht, und ich habe sie gefunden. Eine sehr gute Veranstaltung.“ Die Ideen-Messe im Stern vereinte etwa 30 Firmen. „Man kann sich mit den Herstellern unterhalten, mit den Lieferanten, mit Handwerkern der Region, die all das einbauen und umsetzen, man kann mit Energieberatern sprechen und sich in Vorträgen einen Überblick verschaffen“, spannte Ingo Schöne den Bogen der angebotenen Informationen. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Leipziger Land hatte die BayWa AG Baustoffe, Lotter Metall sowie die Handwerkskammer zu Leipzig als Organisations-Partner mit ins Boot geholt. Wer als Besucher angesichts der Fülle der Angebote zunächst einen roten Faden suchte, wurde kompetent an die Hand genommen. Gut gefüllt war der Vortragsraum eine Etage höher, in dem Volker Langanki von der Kreishand-werkerschaft Schritt für Schritt die energetische Gebäudesanierung beleuchtete und Sven Börjesson von der Leipziger Handwerkskammer später über mögliche Fördermittel informierte. Auch jeder rote Faden hat einen Anfang. Für den unschlüssigen Sanierungs-willigen ist das der Energie-Check. „Haus sanieren – profitieren“ heißt eine Kampagne der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, die diese kostenlose Zu-stands-Überprüfung des Gebäudes durch entsprechend ausgebildete Handwerker bietet – ein wichtiges Thema auch auf dem Bornaer Energiespartag. „Der Hausbesitzer bekommt nach diesem Check sofort eine Empfehlung über mögliche Maßnahmen und eine sehr ausführliche Info-Broschüre“, so Börjesson. Ist der Sanierungs-Entschluss gefasst, wird die erste kleinere Investition fällig, doch der 500 bis 600 Euro teure Besuch des Energieberaters wird mit 300 Euro gefördert. „Der Energieberater analysiert das Gebäude nun im Detail und schlägt verschiedene Sanierungs-Varianten vor“, erklärt Börjesson. Wie die Entscheidung auch ausfällt, finanziell ist das kein Pappenstiel, ob nun Dach, Fassade, Heizung, Fußboden oder Kombinationen daraus. „Aber man sollte die Rechnung nicht darauf reduzieren, wann sich die Investition amortisiert hat“, rät der Umwelt- und Bauberater. „Das Raumklima bessert sich, das Haus sieht schöner aus, gewinnt an Wert und man fühlt sich einfach wohler. Vom ersten Tag an und nicht erst nach zehn oder 15 Jahren.“ Gewichtige Argumente pro Sanierung auch jenseits der neuen, seit 2009 gültigen Energieeinsparverordnung und jenseits steigender Energiepreise. Nicht zu vergessen das gute Gefühl, etwas für die Umwelt und den Klimaschutz zu tun. All jene, die den Tag im Stern verpasst haben, verweist Börjesson auf die Internetseite www.sanieren-profitieren.de, auf der alle wichtigen Informationen zusammengefasst sind. Zu finden ist dort übrigens auch eine Liste von Hand-werkern, die den Energie-Check durchführen. 250 fachlich sehr interessierte Besucher – auch alle Organisatoren werteten diesen Energiespartag als einen großen Erfolg. „Ich denke, das Konzept ist aufgegangen“, resümierte Ingo Schöne zufrieden. „Das kann man an anderer Stelle wiederholen.“

Hartmut Karich

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