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Borna Gutachten soll das Ende der Reithalle besiegeln
Region Borna Gutachten soll das Ende der Reithalle besiegeln
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15:34 19.03.2010
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Borna

Allerdings scheint klar, dass am Ende nur der Abriss des Gebäudes herauskommen wird. SPD-Fraktionschef Dietmar Stein hatte erklärt, es gebe immer wieder Diskussionen um das Gebäude, das in den Jahren 1889/90 errichtet wurde. Ob die Halle als so genannte Kalthalle genutzt werden könne, sei strittig, und meist seien die jeweiligen Argumente subjektiv beeinflusst. Der Stadtrat brauche deshalb ein fundiertes Baugutachten als „belastbare Bewertungsgrundlage“. Dagegen gab es so gut wie keinen Widerspruch. Manfred Kügler (Freie Wähler Borna/FDP) erklärte, er wolle für die Erstellung eines Gutachtens „keine großen Summen“ ausgeben, während der mittlerweile fraktionslose Stadtrat Sebastian Stieler eine finanzielle Obergrenze für die Erarbeitung des Gutachtens festschreiben wollte. Klaus Sachse, SPD-Stadtrat und anerkannter Baufachmann, verwies auf den Zustand der Reithalle, die bis nach dem Ersten Weltkrieg tatsächlich entsprechend ihrer Bezeichnung von der vormals kaiserlichen Armee genutzt wurde. In den 20er Jahren war sie eine Gewerbehalle, nach dem Krieg wurde sie notdürftig wieder instandgesetzt – der Zustand, in dem sie sich seither befindet. „Die Halle ist nass“, erklärte Sachse. Sie habe keine Entwässerung und im Mauerwerk sei Salpeter. In den 90er Jahren, so Sachse, sei die Wiederherstellung der Reithalle mit Kosten in Höhe von 6,5 Millionen Euro veranschlagt worden, „heute würde das sieben bis acht Millionen Euro kosten“. Sachses Fazit: Die Halle müsse aus dem Denkmalschutz herausgenommen werden, um sie anschließend abzureißen. Eine Einsicht, der sich kein Stadtrat verschließen konnte, weshalb die Erstellung eines Baugutachtens von allen beschlossen wurde.

Nikos Natsidis

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