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Borna HTWK-Student erhält in Borna Preis der Zukunftsstiftung
Region Borna HTWK-Student erhält in Borna Preis der Zukunftsstiftung
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00:34 08.06.2018
Preisträger Christoph Schwager (Mitte) mit Prof. Faouzi Derbel (Betreuer der Bachelorarbeit, rechts) und Dietmar Müller (Leiter Engineering Elektrotechnik bei der Mibrag). Quelle: Maik Simon/Mibrag
Borna

Wie kann der Verschleiß in den Getrieben von Großmaschinen besser und schneller erkannt werden, um Stillstandzeiten und Reparaturkosten zu reduzieren? Wissenschaftler der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) entwickeln in Kooperation mit der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag) zur Lösung dieser Frage Sensorsysteme, die dauerhaft die Schwingungen der Getriebe überwachen sollen. Einige Teilaspekte dieser Entwicklungsarbeit werden in studentischen Abschlussarbeiten untersucht. So entwickelte HTWK-Student Christoph Schwager jetzt im Rahmen seiner Bachelorarbeit eine Antenne, die die erfassten Daten bei möglichst geringem Energiebedarf durch das Getriebeöl hindurch sendet. Dafür wurde der junge Mann von der Zukunftsstiftung Südraum Leipzig ausgezeichnet. Der Preis – dotiert mit 1000 Euro – wurde ihm im Rahmen des jährlichen Regionalstammtischs der Stiftung in der ehemaligen Brikettfabrik Witznitz in Borna verliehen.

Preis soll innovative Ressourcen heben

Mit der jährlichen Preisvergabe für eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit will die Zukunftsstiftung Südraum Leipzig regionale innovative Ressourcen heben und für den Südraum nachhaltig erschließen. Stiftungsvorsitzender Markus Krabbes lobte in seiner Laudatio die Vorbildwirkung, „welche von der erfolgreichen regionalen Forschungskooperation des Großunternehmens Mibrag aus dem Südraum Leipzig mit einer Leipziger Hochschule ausgeht“.

Wissenschaftler und Praktiker schauen über den Tellerrand

Die Mibrag freut sich ebenfalls über den Preis: „Die Arbeit hat sich gelohnt“, sagt Dietmar Müller, Leiter Engineering Elektrotechnik bei der Mibrag, der das Projekt von technischer Seite betreut. „Wir werden mit Hilfe der Forschungsarbeiten bald in der Lage sein, den Zustand unserer Getriebe an Schaufelradantrieben noch exakter zu diagnostizieren.“ Das erspare zukünftig Zeit und erhebliche Instandhaltungskosten, so Müller. Die Mibrag habe das konkrete Beispiel für die Neuentwicklung geliefert. Anwendbar seien die wissenschaftlichen Erkenntnisse jedoch auch auf andere Großmaschinen mit ölgekühlten Getrieben. „Solche Tüfteleien sind schon eine tolle Sache. Man verlässt die manchmal eingefahrenen Gleise und schaut gemeinsam mit den Wissenschaftlern über den Tellerrand. Und wenn dabei solche hervorragenden Leistungen erbracht werden, ist das einfach genial“, schwärmt der Elektroniker.

Vom Preisgeld wird ein neues Fahrrad finanziert

Die Bachelorarbeit von Christoph Schwager, die den Titel „Analyse von ISM-Band-Frequenzen ab 1 GHz hinsichtlich ihrer Eignung zur Funkkommunikation innerhalb von Großgetrieben“ trägt, wurde von Faouzi Derbel betreut.

Glückwunsch! HTWK-Student Christoph Schwager wurde mit dem Preis der Zukunftsstiftung Südraum Leipzig ausgezeichnet. In...

Gepostet von HTWK Leipzig am Montag, 28. Mai 2018

Christoph Schwager (22) stammt aus dem sachsen-anhaltinischen Jessen an der Elster. Er studiert aktuell im Master Elektrotechnik und Informationstechnik mit dem Schwerpunkt Elektronische Schaltungstechnik und Signalverarbeitung an der HTWK. Bleibt die Frage, wofür er das Preisgeld verwenden will? „Naja, Geld kann man als Student ja immer gebrauchen. Ein ordentliches Fahrrad, um in Leipzig zur Hochschule und an die Seen zu kommen, das wäre was“, so Schwager.

Von Nikos Natsidis

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