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Borna Hässlich und stinkend: Blaualgen im Röthaer Stausee
Region Borna Hässlich und stinkend: Blaualgen im Röthaer Stausee
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18:43 28.07.2017
Blaualgen färben das Wasser grün – hier im Witznitzer Speicherbecken in Borna vor fünf Jahren. Aktuell ist der Röthaer Stausee betroffen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Rötha

Die Entwicklung von Blaualgen im Röthaer Stausee ist „akut“, sagte am Freitag Axel Bobbe, Chef des Röthaer Betriebsteils der Landestalsperrenverwaltung. Die Algen hätten sich im Laufe des Freitags wetterbedingt extrem stark vermehrt und zersetzt. Auf dem Wasser bilde sich dabei ein „hässlicher grüner Film“, der wie Ölfarbe aussieht. Das stinkt „als wenn jemand Gülle auskippt“, beschrieb er den Geruch.

Da die Algen sich durch die Kleine Pleiße weiter verbreiten, riefen mehrere Röthaer besorgt in der Talsperrenverwaltung an. „Es handelt sich um etwas Natürliches“, so Bobbe. Allerdings soll man vermeiden, mit dem Wasser in Berührung zu kommen. Blaualgen könnten zu einem Hautausschlag führen, warnt er.

In vielen Gewässern treten diese Algen auf und sind normalerweise ungefährlich. Nur in einer hohen Konzentration können sie starke natürliche Gifte produzieren, meinen Experten. Manchmal sterben Fische. Denn die Algen haben einen hohen Bedarf an Sauerstoff, weshalb sie den Sauerstoff dem Wasser entziehen und die Fische verenden. Bei Menschen kann es nach Wasserkontakt zu Hautreizungen kommen, beim Verschlucken auch zu Übelkeit und Erbrechen. Tiere wie Rinder und Hunde sollten das Wasser nicht trinken.

„Wir können gegen diese Blaualgen-Entwicklung nichts weiter tun als durch unser Wehr in Gaulis mehr Wasser in den Stausee zu lassen“, sagte der Betriebsteilleiter. So soll die Konzentration der Algen verringert werden. Er hoffe, das Problem übers Wochenende in den Griff zu bekommen. Das Landratsamt sei informiert.

Schon vor etwa zehn Jahren hatte es im Röthaer Stausee dieses Problem gegeben. Auch der Witznitzer See bei Borna hatte 2012 mit Blaualgen zu kämpfen. Die Talsperrenmeisterei stellte damals dort Schilder am Ufer auf, die Besucher vor dem Baden warnten. In Rötha sei das nicht notwendig – der Stausee ist kein Badegewässer.

Von Claudia Carell

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