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Borna Haftstrafe für Unfallfahrer auf der B95 bei Borna
Region Borna Haftstrafe für Unfallfahrer auf der B95 bei Borna
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13:57 28.03.2012
Kollegen des verletzten Polizisten Agilo F. (M.) verfolgen den Urteilsspruch des Landgerichtes Leipzig im Prozess gegen den 25-jährigen Daniel L. Quelle: André Kempner
Leipzig/Borna

Die Staatsanwaltschaft warf dem 25-Jährigen versuchten Mord an einem Polizisten vor, als er am 18. September des vergangenen Jahres bei einer Kontrolle durch die Polizei die Flucht ergriff, sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte und in deren Folge den Beamten in einer Straßensperre schwer verletzte.Das Urteil biete Stoff für Diskussionen, räumte Jagenlauf ein. Zum einen führte die Verfolgungsjagd auf der Bundesstraße 95 bei Kesselshain zu einer Tragödie, die das Leben eines Menschen und dessen Familie zerstörte. Der Polizeibeamte Agilo F. (34) erlitt schwerste Verletzungen, die ihn ein Leben lang beeinträchtigen werden. Zum anderen führe die Gefahr des Todes nicht automatisch zu einem Tötungsdelikt. Die Kammer sei an die gängige Rechtssprechung des Bundesgerichtshofs gebunden, die „nur" von einem Gefährdungsvorsatz ausgehe. Die gesetzlichen Vorgaben ließen „keine andere Möglichkeit, was die Kammer nicht unbedingt glücklich macht", so Jagenlauf. Es sei Aufgabe des Gesetzgebers zu prüfen, ob der Schutz für Polizeibeamte besser geregelt und bestehende Vorschriften verschärft werden müssen.Es gab mehrere Besonderheiten in diesem Verfahren mit fünf Verhandlungstagen. Zum einen die emotionale Berührtheit der Kollegen des Opfers. Die Polizisten vom Revier Borna, die an jenem Septembertag im Einsatz waren, wurden selbst als Zeugen gehört. Insbesondere jenem Kollegen, der bis zu dem verhängnisvollen Unfall mit Agilo F. im Streifenwagen saß, war die Betroffenheit anzumerken.Zum anderen die Kritik an ihrer Arbeit. Strafverteidiger Malte Heise hatte eingeleitete Maßnahmen der Beamten als unverhältnismäßig kritisiert. Insbesondere durch die Verfolgungsjagd auf der regennassen B 95 wären auch unbeteiligte Dritte und die Beamten selbst in Gefahr geraten, so Heise.Diesbezüglich bekamen die Bornaer Polizisten am Mitwoch Rückendeckung vom Gericht. Jagenlauf verteidigte den Einsatz der Polizeibeamten. Sowohl die Verfolgungsjagd als auch die Straßensperre sind nach Überzeugung der Strafkammer gerechtfertigt gewesen. „Wenn sich jemand bei einer solchen Lappalie verdächtig verhält, hat die Polizei zu kontrollieren und entsprechende Maßnahmen zu treffen", so Jagenlauf. Sonst könne man ja auf die Polizei verzichten.

Thomas Lieb und Saskia Grätz

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