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Borna Hagefest in Hagenest nur für Einheimische: Riesen-Mitbringparty unter der Trauerweide
Region Borna Hagefest in Hagenest nur für Einheimische: Riesen-Mitbringparty unter der Trauerweide
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15:31 31.08.2016
Klein aber fein: Das diesjährige Hagefest in Hagenest aus der Vogelperspektive. Quelle: Dirk Reinhold
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Regis-Breitingen/Hagenest

Allein das Wortspiel hat schon das Zeug zum attraktiven Klassiker: Doch zum Hagefest in Hagenest, welches gerade erst wieder gefeiert wurde, verirren sich höchst selten Auswärtige, höchstens ein paar Bewohner der unmittelbaren Nachbarorte. Kunststück, schließlich werben die Veranstalter außerhalb des eigenen Ortes gar nicht für ihr sommerliches Beisammensein. Denn das soll auch nach acht Jahren noch immer das sein, was es bei seiner ersten Auflage 2009 war: eine große Mitbringparty, zu der die Dorfbewohner sich treffen.

Das war damals offenbar nötig. Denn nachdem in den beiden Jahren zuvor ausgesiedelte Familien aus dem ehemaligen Hoyersdorf in Hagenest neue Häuser gebaut hatten, erinnert sich Andreas Schwarz, gab es doch Neid und Missgunst gegenüber den Neuen. Schwarz und Dirk Reinhold, der aus Leipzig in den Regiser Ortsteil gezogen war, kamen auf die Idee eines Festes, bei dem die Einwohner zueinander finden könnten.

Klinken putzen für das erste Fest

Die Werbung für das erste Hagefest – den Namen hat der Ex-Leipziger erfunden – lief so ab: Die beiden Männer gingen von Haus zu Haus, klingelten an den rund 90 Hagenester Türen und mussten fast überall, wo sie ihre Idee vorbrachten, einen Schluck trinken. Der Aufwand hat sich gelohnt. Schon vom zweiten Jahr an mussten nur noch Flyer verteilt werden, und bis heute versammeln sich einmal im Jahr, immer am zweiten Sonnabend im August, rund drei Viertel der Hagenester zum Schwatzen, Essen und Trinken unter der großen Trauerweide am oberen Dorfteich. Einige sollen mittlerweile sogar ihren Urlaub nach diesem Datum planen.

Und tatsächlich ist es immer noch ein Mitbringfest, „ein riesiges Familienfest“, wie Dirk Reinhold sagt. Ein Teil der Leute bringt Kuchen mit (in diesem Jahr waren es bestimmt 20), und wer nicht bäckt, bereichert das Salatbuffet für das Grillen am Abend. Viele lassen sich nicht lumpen und steuern beides bei. Auch finden sich immer genügend Freiwillige zum Auf- und Abbauen der Biertischgarnituren und Zelte, die ebenfalls von Dorfbewohnern beigesteuert werden. Mit dem Hobbyblasorchester aus Lucka gibt es sogar handgemachte Musik und dessen Leiter Hans Taube moderiert und unterhält die Gäste mit einigen Späßen. Der ortsansässige Landwirt Gunter Straßburger steuert die Pferdekutsche durch den Ort, für Kinder gibt es eine Hüpfburg. Diesmal war sogar ein Blick von weit oben möglich, von einer 22-Meter-Hebebühne, die die Firma Elektro Schütze aus Lucka beisteuerte.

Hagefest soll nicht weiter wachsen

Größer soll das Fest nicht werden, sind sich Schwarze und Reinhold einig. Dafür gibt es eine Idee, was aus den paar Euro werden könnte, die beim Verkauf von Getränken und Gegrilltem übrig bleiben: „Unser langfristiges Ziel wäre, die kleine Tanzdiele, die es mal auf der Insel im Teich gab, wieder aufzubauen“, sagt Andreas Schwarz. Doch vorerst denken die Initiatoren über die Gründung eines Vereins nach. Einen passenden Namen für ihn hätte Dirk Reinhold schon.

Von André Neumann

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