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Hainer See: Blauwasser will den Ort Hain wieder entstehen lassen

Touristische Entwicklung Hainer See: Blauwasser will den Ort Hain wieder entstehen lassen

Das erste Hafenhaus, Datschen und Seehaus sind im Bau: Am Hainer See geht die Entwicklung voran. Der Seebetreiber träumt von der Wiedergeburt des namensgebenden einstigen Dorfes. Röthaer Stadträte haben sich vor Ort umgeschaut.

Christian Conrad (Mitte links) erläutert Röthas Bürgermeister Stephan Eichhorn (M.) und Röthaer Stadträten die nächsten Pläne für den Hainer See.

Quelle: André Neumann

Neukieritzsch/Rötha/Kahnsdorf. Am Hainer See wird derzeit an mehreren Stellen gleichzeitig gebaut: in der Lagune sowie auf dem westlichen und auf dem östlichen Nordufer. In der Lagune geht nach wie vor die Bebauung des Ufers weiter, derzeit entstehen Häuser am südlichen Zipfel des Gewässerarms und einige auf der Landseite der Straße an der Lagune. Weiter nördlich ist gerade der erste von drei geplanten Gebäuderiegeln um den Hafen im Bau. Laut Christian Conrad, Geschäftsführer des Seebetreibers Blauwasser, soll dort ein Restaurant einziehen, außerdem seien acht Ferienwohnungen und ein Büro für den Hafenmeister vorgesehen.

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Am Hainer See, an den die Kommunen Neukieritzsch (Ortsteil Kahnsdorf) und Rötha (auch mit Ortsteil Espenhain) angrenzen, wird derzeit an mehreren Stellen gleichzeitig gebaut. Am Nordufer werden im westlichen Bereich Ferienhäuser errichtet, während im östlichen Bereich die Gebäude des offenen Strafvollzugs wachsen. Und in der Lagune Kahnsdorf entsteht ein Hafenhaus.

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Im Bau sind derzeit auch viele der sogenannten Datschen auf dem westlichen Nordufer. Der Bebauungsplan für das Nordufer lässt hier 110 Ferienhäuser zu, die in Terrassen oberhalb des Ufer stehen.

Besonders für die hier angesiedelten Vorhaben interessierten sich kürzlich Stadträte aus Rötha. Sie ließen sich von Christian Conrad und von Bärbel Meschke, der Geschäftsführerin des Planungszweckverbandes (ZV) für die Witznitzer Seen, die aktuelle und die geplante Entwicklung vorstellen.

Rötha gehört gemeinsam mit Borna, Böhlen und Neukieritzsch zu den Anrainerkommunen an den Witznitzer Seen, die ihre Planungshoheit dem Zweckverband übertragen haben. Der für die Entwicklung am Hainer See bisher mit drei Bebauungsplänen die Regeln festgelegt: einer für die Lagune, einer für das Nordufer und der für das Seehaus, den freien Strafvollzug, werden Schritt für Schritt realisiert.

In der Anfangsphase stecken geblieben ist eine Bebauungsplanung für eine Swingolf-Anlage, die für den Investor vermutlich eine Nummer zu groß war. Swingolf ist dem normalen Golf verwandt, allerdings ist es einfacher und benötigt weniger Platz, weil die weicheren und größeren Bälle nicht so weit fliegen. Außerdem schwimmen sie, was bei Seelage natürlich ein Vorteil ist. Die Pläne, sagt Bärbel Meschke, lägen nun in der Schublade, der Verband hoffe auf den Seeeigentümer.

Der konzentriert sich vorerst aber offenbar auf den Hafen in Kahnsdorf und auf das Nordufer. „Wir wollen hier den Ort Hain wieder entstehen lassen“, sagt Conrad und verweist auf die weiteren Pläne für das Gelände zwischen dem Campingplatz und dem Datschenviertel, den er als „zentrales Hafendörfchen“ sieht.

Dazu würde der Surfpoint genauso gehören wie eine Spielscheune mit Veranstaltungsraum für schlechtes Wetter, wofür es bisher am Hainer See fast nichts gebe. Der Ort Hain wäre dann, sieht Conrad voraus, vom Campingplatz bis zur Ferienhaussiedlung rund zwei Kilometer lang.

Die Röthaer Stadträte interessierten sich auch für den Fahrrad-Rundweg um den Hainer See. Der ist nur auf der Südseite, der so genannten Innenkippe, noch nicht asphaltiert. Der Grund: Weil für den Autobahnbau die Möglichkeit besteht, hier Erdmassen abzubauen, hat die LMBV mit der Fertigstellung des Weges noch gewartet. Der Zweckverband wartet jetzt auf eine Aussage der Landesstraßenbauverwaltung, dass die Möglichkeit nicht mehr in Anspruch genommen wird. „Damit“, sagt die Geschäftsführerin, „könnten wir dann Druck auf die LMBV auzsüben.“

Die Röthaer Abgeordneten wiederum drängten bei der Gelegenheit darauf, den Weg schon jetzt für die öffentliche Nutzung zu widmen. Praktisch genutzt, darauf wies Conrad hin, werde er schon lange. Stadträtin und Pferde-Unternehmerin Ursula Reich bat in dem Zusammenhang darum, Reitern und Kutschen Sondernutzungsrechte für den Weg einzuräumen, die wären sonst von der Nutzung ausgeschlossen.

Von André Neumann

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