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Borna Hainer See: Neuer Strand bei Gestewitz und Erlebnisareal am Nordufer geplant
Region Borna Hainer See: Neuer Strand bei Gestewitz und Erlebnisareal am Nordufer geplant
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00:39 09.03.2018
Der Strand im Haubitzer Becken bei Gestewitz soll attraktiv entwickelt werden. Auch für das Nordufer des Hainer Sees lässt der Zweckverband Witznitzer Seen einen weiteren Bebauungsplan aufstellen. Quelle: André Neumann
Borna/Hainer See

Ein neuer Badestrand in der Haubitzer Bucht bei Gestewitz und ein Freizeit- und Erholungsgebiet am Nordufer sollen in den nächsten Jahren am Hainer See entwickelt werden. Die an den See anliegenden Kommunen Borna, Böhlen, Rötha und Neukieritzsch haben sich im Zweckverband (ZV) Witznitzer Seen einstimmig dafür ausgesprochen, zwei neue Bebauungspläne aufzustellen.

Neuer Badestrand ist geplant

Auf Informationstafeln, die Seebetreiber Blauwasser rund um das Gewässer aufgestellt hat, ist der „Strand Gestewitz“ schon enthalten. Gebadet wird ganz im Südosten des Gewässerteils, der mal Haubitzer See, Bucht oder auch Becken genannt wird, in den Sommermonaten schon länger. Auch wenn Schilder das Betreten des Bergbaugeländes noch verbieten.

Es gibt einen Steg und es führt ein asphaltierter Weg zu dem Gelände. Und wie bei den meisten wilden und halbwilden Badestellen: Es bleibt jede Menge Müll liegen.

Künftig sollen hier geordnete und attraktive Verhältnisse geschaffen werden. Auf Antrag von Blauwasser soll ein zwölf Hektar großes Areal überplant werden. Wobei der Arbeitstitel „Badestrand Borna“ lautet. Zwölf Hektar sei zwar recht viel für einen Badestrand, räumt ZV-Geschäftsführerin Bärbel Meschke ein. Allerdings gehe es darum, auch die Zuwegung und Parkmöglichkeiten in der Nähe planen zu können.

Auf Info-Tafeln am Hainer See ist der Strand bei Gestewitz schon vorhanden. Quelle: André Neumann

In welchem Umfang künftig eine Bebauung erfolgen kann, sei noch nicht entschieden, das werde erst die Planung ergeben. Im Wesentlichen gehe es laut Meschke um Sanitäranlagen und eine Imbissversorgung für Strandbesucher.

Außerdem soll ein Bootsanleger in die Planung aufgenommen werden. Denn der Strand soll einer von mehreren Punkten werden, zwischen denen in absehbarer Zukunft ein Fahrgastschiff verkehren könnte. Weitere Anleger sind vorgesehen im Süden und im Norden der Lagune Kahnsdorf sowie am Nordufer zwischen Campingplatz und Ferienhaussiedlung.

Bebauungsplan Erlebniswelten Nordufer

Der zweite Bebauungsplan, der jetzt angeschoben wurde, trägt den Titel: „Erlebniswelten Nordufer Hainer See“. Hier geht es um ein 19 Hektar großes Areal zwischen dem Campingplatz und dem Seehaus, in das der Strafvollzug in freien Formen gerade eingezogen ist.

Ein Teil der Fläche war schon einmal Gegenstand eines Bebauungsplanes, ein Investor plante hier Swingolf anzubieten, eine rustikalere und familientaugliche Variante des Sports. Er konnte das Projekt letztlich aber nicht finanzieren.

Seebetreiber Blauwasser möchte mit der aktuellen Bebauungsplanung umfassenderen Angeboten die Tür öffnen. Die ufernahen Bereiche sollen Wassersport und Wassererlebnisangeboten vorbehalten bleiben.

Erlebnisbauernhof und Übernachtungsmöglichkeiten geplant

Für das Gelände, welches sich auch oberhalb des Rundweges erstreckt, werden in den Planzielen weiterhin ein Erlebnisbauernhof, Veranstaltungsflächen, Übernachtungsangebote für Gruppen wie unter anderem ein Schullandheim und gastronomische Angebote genannt. Die Kosten für beide Bebauungspläne übernimmt Blauwasser.

Der Zweckverband Planung und Erschließung Witznitzer Seen wurde 2006 von Borna, Böhlen, Neukieritzsch, Rötha und der damals noch selbstständigen Gemeinde Espenhain gegründet. Ihm obliegt die gemeinsame Bauleitplanung für die Seen der einstigen Witznitzer Tagebaue, den Hainer See mit Haubitzer Becken und den Kahnsdorfer See

Bislang wird der Hainer See auf Grundlage von drei Bebauungsplänen erschlossen. Der erste trat im Januar 2010 in Kraft, er regelt die Bebaubarkeit der Lagune Kahnsdorf. Der Bebauungsplan für das westliche Nordufer mit Campingplatz und Ferienhaussiedlung ist zwar etwas älter, er trat aber erst 2014 in Kraft und wird seitdem umgesetzt. Im Sommer 2015 schließlich wurde mit einem separaten B-Plan Baurecht für das Seehaus erteilt.

Von André Neumann

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