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Borna Hammond lockt Tausende auf Bornas Volksplatz
Region Borna Hammond lockt Tausende auf Bornas Volksplatz
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19:39 26.08.2018
Albert Hammond gastiert mit dem Leipziger Symphonieorchester Leipzig auf dem Volksplatz Borna. Ein Video sehen Sie unter www.lvz.de/Borna. Quelle: Fotos: Jens Paul Taubert
Borna

Aus Österreich angereiste Fans, ein gut gelaunter Weltstar, eine grandiose Atmosphäre: Es wäre nicht übertrieben, das Konzert von Albert Hammond gemeinsam mit dem Leipziger Symphonieorchester (LSO) auf dem Bornaer Volksplatz als Superlativ zu bezeichnen.

Rund 2000 Besucher waren gekommen, um sich das Ereignis in der Stadt schlechthin nicht entgehen zu lassen. Zwar ging es zu Beginn noch etwas geruhsam – auf der Bühne und im Publikum – zu, allerdings war das Eis recht schnell gebrochen.

Ohrwürmer, die jeder kennt

Albert Hammond greift in Borna zur Gitarre. Quelle: Jens Paul Taubert

Hits über Hits spielten Hammond, LSO, Band und Chor, Ohrwürmer, die wohl jeder kennt: Angefangen von „Give a Little Love“ über „Down by the River“ bis hin zu „99 Miles from L. A.“. Zwei Stunden Gänsehaut, gute Laune, Träumereien. „Ich war noch nie in Borna, wusste gar nicht, wo das Konzert ist, aber der Platz ist großartig“, erklärte Hammond gleich zu Beginn. Passend dazu folgte der Song „Don’t Turn Around“, mit dem Tina Turner Riesenerfolge feierte.

Berührungsängste kannte der Songwriter und Musikproduzent nicht, unternahm Stippvisiten ins Publikum, schüttelte Hände, umarmte vorrangig die schmachtenden Damen. Die Zuschauer dankten es ihm mit schwenkenden Lichtern, mit tosendem Applaus - und vor allem mit Textsicherheit. Kaum ein Titel, bei dem Hammond und sein Chor alleine sangen. Mit einer Ausnahme: Hammond, in Gibraltar aufgewachsen, ließ es sich nicht nehmen, spanische Songs zu singen.

Star auf Tuchfühlung mit den Besuchern

Spätestens mit „One Moment in Time“ hielt es die wenigsten noch auf ihren Sitzplätzen, stürmten eingefleischte Fans nach vorne, um dem Weltstar zuzujubeln. Der dankte es ihnen mit einem wahren Feuerwerk an Hits. „It Never Rains in Southern California“, „The Free Electric Band“ und „I’m a Train“ - um nur einige zu nennen.

Es war ein Abend, wie ihn Borna zur selten erlebt. Es stimmte einfach alles: ein Orchester (unter Leitung von Wolfgang Rögner), das sichtlich Spaß an dem Konzert hatte, ein Star, der es liebte, mit seinen Besuchern auf Tuchfühlung zu gehen, eine unvergessliche Stimmung. Bei Michaela Papesch und Annerose Schirmer aus Kohren-Sahlis kamen während des zweistündigen Konzerts etliche Jugenderinnerungen zum Vorschein. „Mit seinen Liedern sind wir aufgewachsen, und natürlich verbindet man mit bestimmten Titeln auch besondere Ereignisse“, sagte Papesch. „Ihm merkt man es sofort an, dass er immer noch gerne auf Tour geht“, ergänzte Schirmer. Für Gänsehaut sorgte bei beiden vor allem die symphonische Umsetzung der Hits. „Das ist das I-Tüpfelchen, die Musik geht wirklich unter die Haut.“

Volkplatz über Bornas Grenzen bekannt

Karin Redl war extra aus Oberösterreich angereist - zusammen mit ihren Freundinnen Susanne Schumacher und Anita Decker. „Seine Stimme ist klasse, er ist unglaublich herzlich und zudem bescheiden geblieben“, brachten es die drei Fans auf den Punkt. Den Namen Hammond verbindet Schumacher aber nicht allein mit grandioser Musik, sondern auch mit einer unglaublichen Geschichte. Noch zu DDR-Zeiten hatte sie über einen Radiosender von Hammonds Adresse erfahren, ihm über Freunde im Westen einen Brief geschrieben und darin um eine Autogrammkarte gebeten. „Und tatsächlich kam nach einem Vierteljahr eine an.“ Die hüte sie wie ihren Augapfel.

Dass Borna ein solches Ereignis stemmen konnte, ist mehreren Seiten zu verdanken. Stadt, den beiden LSO-Fördervereinen, Volksplatzverein und dem Hotel Drei Rosen ist es gelungen, Borna und den Volksplatz weit über Sachsens Grenzen hinaus bekannt zu machen. „Den Namen werden wir uns merken, denn der Ort ist wirklich einzigartig“, erklärte Decker. Die Verantwortlichen, so die Gäste, hätten ein unvergleichliches Konzert auf die Beine gestellt.

Von Julia Tonne

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