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Borna Handarbeit für den Weltfrieden im Groitzscher Stadtturm
Region Borna Handarbeit für den Weltfrieden im Groitzscher Stadtturm
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11:46 30.09.2018
Dietmar Schäfer mit Gehörschutz beim Friedensläuten neben der Marienglocke auf dem Groitzscher Stadtturm.
Groitzsch

Am europaweiten Glockenläuten für ein friedliches Zusammenleben hat sich kürzlich auch Groitzsch beteiligt. Zunächst hatte nur die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde die Teilnahme mit der Frauenkirche angekündigt. Tatsächlich gelang dann aber in der Schusterstadt, was erstmals für diesen internationalen Friedenstag angestrebt worden war: dass gleichzeitig auch säkulare (weltliche) Glocken erklingen. In Groitzsch kam die Marienglocke im Stadtturm dazu.

Marienglocke stammt aus dem 15. Jahrhundert

Der 23 Meter hohe Bau gehört zum Museumskomplex, der vom Naturfreunde- und Heimatverein Groitzsch betreut wird. „Als die Anfrage zum Friedensläuten von der Stadtverwaltung – ausgelöst von der Groitzscher Pfarrerin Friederike Kaltofen – an unseren Verein herangetragen wurde, gab es sofort ein Ja“, informierte Vorsitzender Dietmar Schäfer. Die Marienglocke im Dachreiter stamme aus dem 15. Jahrhundert und werde stündlich außen vom Uhrwerk im Turm angeschlagen. Zusätzlich geläutet werden könne sie eigentlich nicht.

Anstrengende 15 Minuten mit Ohrenschutz

Also war Handarbeit angesagt, die Schäfer selbst übernahm. „Der Aufstieg zur Glocke ist etwas beschwerlich, und das Wetter meinte es auch nicht gerade nett“, meinte er. Mit Hilfe eines Holzhammers simulierte er das Läuten – abwechselnd ein Schlag rechts, ein Schlag links. „Völlig unterschätzt hatte ich die Zeit von 15 Minuten, wo die Glocke ununterbrochen ihre Friedensbotschaft ins Land ,rufen‘ sollte.“ Die Viertelstunde sei lang und anstrengend gewesen, „aber ein tolles Erlebnis“. Wann die Marienglocke das letzte Mal zuvor so lange zu hören gewesen war, könne er nicht sagen.

Von lvz

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