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Borna Handball-Schnupperstunde in Rötha mit einem echten Profi
Region Borna Handball-Schnupperstunde in Rötha mit einem echten Profi
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15:09 03.04.2017
Jugendtrainer Max Kügler (M.) und DHfK-Profi Peter Strosack üben mit den Röther Grundschülern den Wurf aufs Tor.  Quelle: André Neumann
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Rötha

 Da flackerte es bei einigen Jungs der Klasse 3b der Grundschule Rötha in den Augen: Eine extra lange Sportstunde mit einem echten Profi. Der kommt zwar nicht von der Lieblingsfußballmannschaft, deren Trikot sie tragen, aber immerhin aus der Handball-Bundesliga: In dieser Woche war der SC DHfK Leipzig an der Grundschule Rötha, um den Kindern der dritten und vierten Klassen ihre Sportart näher zu bringen.

Wie viele Spieler beim Handball auf dem Spielfeld stehen, diese Frage von DHfK-Jugendtrainer Max Kügler (20) konnten die meisten Kinder beantworten. Schwieriger wurde es, als er wissen wollte, was denn die wichtigste Zahl beim Handball sei. Sechs, meinte einer und offenbarte da schon Fachwissen bezüglich des Wurfkreises. Kügler meinte aber die Drei und erklärte: Nur drei Schritte darf ein Spieler mit dem Ball in der Hand laufen, dann muss er ihn prellen oder werfen. Das war genug der Theorie und wurde gleich mal geübt: werfen, fangen, prellen. Jetzt griff auch Peter Strosack (22), Rechtsaußen und Stammspieler der aktuellen erfolgreichen Bundesligamannschaft, mit in die Übungen ein.

Die Leipziger Handballer versuchen derzeit mit dem von der Allianz unterstützten Projekt „SC DHfK macht Schule“ Kinder an ihren schönen Sport heranzuführen. Für 90 Minuten kommen Trainer und ein oder zwei Profispieler in eine Klasse. Bewerben kann sich dafür jede Schule. Im Landkreis Leipzig dürfte die Grundschule Rötha die erste gewesen sein, die diese Möglichkeit nutzt.

Das hat viel mit Vivien Mokry zu tun. der 31-Jährige ist seit diesem Schuljahr neuer Sportlehrer in Rötha. Der studierte Sportwissenschaftler ist einer der so genannten Seiteneinsteiger an den sächsischen Schulen und nebenberuflich Trainer beim SC DHfK, wo er die zweite Mannschaft der Spielgemeinschaft Leipzig/Zwenkau betreut, die in der Verbandsliga unterwegs ist. Mokry hat die Gelegenheit genutzt und seine Vereinskollegen an seine Schule geholt. Als Nachwuchsgewinnung betrachtet er die 90 Minuten, die jede der drei Klassen mit den Handballstars hat, noch nicht. „In der kurzen Zeit kann man noch kein Talent entdecken“. Auch spiele der Leistungssportgedanke in der Altersstufe noch keine Rolle. Vielmehr stünden Bewegung und Gesundherhaltung im Vordergrund.

Und das macht den Kindern offenbar Freude. Jeder hat seinen eigenen Ball. Alle machen begeistert mit, werfen aufs Tor, versuchen zu fangen, im Tor die Bälle ihrer Mitschüler zu halten und üben das Prellen. Trainer Kügler baut verschiedene andere Übungen mit ein, lässt die Kinder Rollen machen und Räder schlagen und lässt sie erleben, dass beim Mannschaftssport auch der Kopf gefragt ist: Bäuchlings sollen sie sich auf einer Turnbank nach vorn ziehen und dabei irgendwie den Ball mitnehmen. Janne ist der erste, dem einfällt, sich den Ball dabei hinten zwischen den angewinkelten Beinen einzuklemmen. Er und Mathes gehören zu denen, die es total cool finden, einen echten Profi in der Halle zu haben. Mathes hat auch schon Handball im Fernsehen gesehen: Während der Europameisterschaft, die Deutschland in diesem Sommer gewann.

Am Ende einer abwechslungsreichen Handball-Lehrstunde gibt es noch ein kurzes Spiel. Profi Peter Strosack zeigt, wie er von seiner Paradeposition aus aufs Tor wirft. Und natürlich hat er Autogrammkarten mitgebracht. Die Schule bekommt ein Mannschaftsfoto und zehn Handbälle. Mit denen können die Schüler jetzt ja schon ganz gut umgehen.

Von André Neumann

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