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Borna Handbemaltes für das Fest der Feste
Region Borna Handbemaltes für das Fest der Feste
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16:08 11.10.2010
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. Insofern liegt auch das Heimatmuseum Kitzscher voll im Trend, in dem am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein und 15 Grad Celsius die Ausstellung „Vorfreude ist die schönste Freude" mit handbemaltem Porzellan und Glas eröffnet wurde.

Von und mit Marion Bonitz, einer alten Bekannten der Einrichtung, die bereits mit ihren bemalten Hühner- und Straußeneiern die diesjährige Osterausstellung gestaltet hatte. Und wie schon im Frühjahr, so ließ sich die 42-jährige Stollbergerin auch am vergangenen Sonntag über die Schultern blicken.

Wer das Angebot nutzte, erkannte schnell, dass er beziehungsweise sie einer wahren Meisterin ihres Faches bei der Arbeit beiwohnte. Denn Marion Bonitz hat ihr Handwerk im wahrsten Sinne des Wortes von der Pike auf gelernt.

So besuchte sie bereits in der achten Klasse einen betrieblichen Zeichenzirkel in der Sächsischen Porzellanmanufaktur Dresden, in der sie sich von 1985 an drei Jahre lang zur Porzellanmalerin ausbilden ließ und anschließend einige Jahre als Blumenmalerin arbeitete und dabei Fingerhüte ebenso unter ihren Pinsel nahm wie Wandteller und große Bodenvasen.

Durch den Konkurs der Manufaktur dazu gezwungen, den Pinsel aus der Hand zu legen, nahm sie eine zweite Ausbildung zur Steuerfachangestellten auf sich, um sich noch während ihres Erziehungsurlaubes zur Handwerksmeisterin weiter zu qualifizieren.

„Die Arbeit in einer Steuerkanzlei hat mich nicht befriedigt, weil sie kein bisschen kreativ war", erzählt Bonitz, die 1999 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Ein Schritt, den sie bislang nicht bereut habe, auch wenn gerade in der aktuellen Situation das Wirtschaften als Kunsthandwerkerin alles andere als einfach sei.

„Was ich mache, ist Luxus, und Luxus ist das erste, auf das der Mensch verzichtet, wenn er zum Sparen gezwungen ist", so die Erzgebirgerin, für die deshalb derzeit nach eigenem Bekunden der Verkauf ihrer Bilder und bemalten Objekte gegenüber dem kreativen Malprozess die größere Kunst darstelle. „Handwerkliche Kunst ist zwar nach wie vor gefragt, aber der Käuferkreis ist deutlich kleiner geworden."

Das geringe Interesse an der Ausstellungseröffnung lässt vermuten, dass er sich nicht ausgerechnet in Kitzscher erweitern wird. Einen Besuch ist die bis zum 31. Oktober laufende Ausstellung jedoch allemal wert, für die Marion Bonitz handbemalte Kugeln aus Lauschaer Glas sowie Tassen, Krüge, Übertöpfe und Fingerhüte aus Keramik und Porzellan zur Verfügung gestellt hat.

Roger Dietze

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