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Borna Handgemachte Rockmusik beim Musikfestival in Deutzen
Region Borna Handgemachte Rockmusik beim Musikfestival in Deutzen
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17:03 06.05.2018
Tobias (links) und Sascha Weimer sind „Black Mood“. Quelle: Bert Endruszeit
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Deutzen

Handgemachte Rockmusik konnten Musikfans von Donnerstag bis Sonnabend beim Rock am Kuhteich in Deutzen erleben. Bei bestem Festival-Wetter zog es zahlreiche Besucher in den Kulturpark nahe Borna. Für die einen gab es ein Kennenlernen neuer Gruppen, für die anderen ein Wiedersehen mit längst vertrauten Akteuren.

„Wir wollten als erste Band des Tages das Eis tauen lassen. Es hat geklappt“, freute sich Sascha Weimer von Black Mood aus Sondershausen, der gemeinsam mit seinem Bruder Tobias die zweiköpfige Band im Jahre 2007 gründete. Musik machen die Brüder schon seit Ewigkeiten. „Unsere Eltern hatten mir eine Gitarre und meinem Bruder Drums gekauft“, erinnerte sich Sascha. So wurde Schritt für Schritt mehr daraus. „Zuerst spielten wir Coversongs von Led Zeppelin bis Bob Dylan, mit den Jahren wurden wir dann härter.“ Mittlerweile stehen drei Platten auf der Habenseite. „Musik ist alles für uns. Und hier in Deutzen treffen wir viele neue Leute und andere Bands.“

Musik mitten im Grünen – einfach toll

Schon mehrfach vor Ort war Sarah aus Dresden. Für die 26-jährige Erzieherin war Rock am Kuhteich der diesjährige Festivalauftakt. „Es ist richtig schön hier, die Leute, die Atmosphäre, einfach alles. Und man muss ja nicht alle Bands kennen – einfach überraschen lassen.“ Mitten im Grünen zu sein fand Joschi aus Dresden perfekt. Und das sogar aus beruflichen Gründen: Der 21-Jährige studiert in Tharandt Forstwissenschaften. „Das Klima hier im Wald ist sehr angenehm, kühle, saubere Luft – das finde ich toll.“

Mit der ganzen Familie zum Rockfestival? Warum denn nicht, dachte sich die Bornaerin Nicole Flach. Im Schlepptau hatte sie ihre beiden Söhne Freddy (11) und Henry (7). Letzterer trug voller Stolz einen blauen Irokesenkamm. Für den zeichnete Vater Matthias verantwortlich. „Einfach Haarspray rein und fertig. Wir wollten ihm ja kein Bier auf den Kopf schütten.“ Die beiden Kinder nutzten die Chance, mit den Musikern von Los Fastidios Fotos zu machen. „Und beim letzten Mal machten wir Stagediving“, erzählte Freddy. Dabei springen Musiker oder Besucher von der Bühne ins Publikum. „Die Security nahm die Kinder dann am Ende der Zuschauermenge in Empfang und brachte sie wieder nach vorn zur Bühne“, berichtete Nicole Flach.

Viele Besucher nutzten die dreitägige „Komplettvariante“ samt Zeltplatz, andere kamen auf Stippvisite. So auch die 21-jährige Lea. „Ich bin zum ersten Mal hier, und das war eine gute Idee“, sagte die Leipzigerin. „Das Gelände ist toll, und am See waren wir auch schon.“

Zahlreiche Helfer vor und hinter den Kulissen

Damit zum Festival alles wie am Schnürchen lief, kümmerten sich zahlreiche Helfer ums Geschehen im Hintergrund. „Wir haben uns im Vorfeld in eine Liste eingetragen“ sagten Reni (29) und Alex (31) aus Leipzig. „Gerade hatten wir Toilettendienst, dann waren wir Backstage, und dann wieder am Einlass.“ Es gebe viele Aufgaben für Helfer, so die beiden jungen Leute vom „MC Kuhle Wampe Pleißenburg“. Und die Musik? „Die passt einfach, die Mischung ist perfekt. Und es ist doch schön, wenn man hier mit Freunden zusammen sein kann“, fand Reni.

Von Bert Endruszeit

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