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Borna Hans-Sachs-Schule geschlossen
Region Borna Hans-Sachs-Schule geschlossen
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13:50 19.05.2015
Geschlossen: An der privaten Hans-Sachs-Mittelschule, als Bildungseinrichtung mit Ambitionen vor vier Jahren gestartet, herrscht seit Ende Juli Ruhe. Quelle: Thomas Kube

"Die Schule ist mit vielen Versprechungen aufgetreten, hat es aber am Ende doch nicht gepackt", sagt Roman Schulz, der Sprecher der Sächsischen Bildungsagentur in Leipzig. Im vorletzten Schuljahr waren sieben Lehrer an der Schule tätig und unterrichteten 28 Fünf- bis Siebtklässler, wobei auf die Entwicklung kreativer und handwerklicher Fähigkeiten besonders wert gelegt wurde. Im Schuljahr 2013/14 waren nur noch 13 Mittelschüler angemeldet. Sie kamen aus Borna, Leipzig und dem Leipziger Land.

Die Schule trug den Namen von Hans Sachs, dem Schuhmacher und bekannten Nürnberger Dichter der Reformationszeit. Auf der Hans-Sachs-Schule standen neben spezieller handwerklicher Ausbildung Themen wie Nachhaltigkeit und Philosophie im Mittelpunkt des Unterrichts. "Die Schule hat sich mit einem besonderen Konzept zur Förderung des Handwerks um Schüler bemüht, aber es gab einfach nicht genug Interessenten", erläutert Schulz.

Die Bildungseinrichtung gehörte der Augsburger Lehmbaugesellschaft, von der sich bis gestern Abend niemand zur Schließung der Schule äußern wollte. Die Schule wurde von der Augsburger Lehmbaugesellschaft während ihrer Gründungsphase finanziert. Das Motto der Schule lautete "Weil Schulbildung Privatsache ist". Zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung 2010 die war es die erste private Bildungseinrichtung in der Region. Für den ganztägigen Unterricht zahlten Eltern 100 Euro im Monat.

Die Schule sollte von der Kreishandwerkerschaft Leipzig in Borna unterstützt werden, etwa mit Praktikumsplätzen. Ingo Schöne, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, bedauert, dass die Kreishandwerkerschaft nur wenig Kontakt mit der Schule hatte und verweist darauf, dass von der Bildungseinrichtung nur wenig Interesse an Unterstützung gab. "2013 haben wir für einen kompletten Jahrgang Praktikumsplätze vermittelt, aber das was das einzige Mal", sagt Schöne. Die angebotenen Praktika gab es etwa in den Bereichen Metallbau, Tischler sowie Gesundheit und Körperpflege.

"Für Handwerksberufe sind solche Ausbildungsmöglichkeiten wichtig, weil es schon seit Jahren rückläufige Zahlen von Handwerkern sowie ein Nachwuchs-Mangel gibt", betont Schöne. "Wir brauchen dringend die Arbeits- kräfte."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.09.2014
Krysta Brown

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