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Borna Heiko Schulz geht – Geschäftsführer verlässt die Bläser von Bad Lausick
Region Borna Heiko Schulz geht – Geschäftsführer verlässt die Bläser von Bad Lausick
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00:22 28.10.2017
Heiko Schulze Quelle: Jens Paul Taubert
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Bad Lausick

Heiko Schulze verlässt die Sächsische Bläserphilharmonie und die Deutsche Bläserakademie: Der langjährige Geschäftsführer von Orchester und Bildungseinrichtung orientiert sich nach 20 Jahren in Bad Lausick neu. „Er hat die organisatorischen Voraussetzungen für eine stetige Entwicklung des Orchesters geschaffen, das mit hoher Qualität zu einem der besten Garanten für die Bewahrung des deutschen Bläserklangs wurde“, sagt Henry Heibutzki, Geschäftsführer der Kur GmbH, die Gesellschafter des Orchester- und Akademie-Trägers ist. Die Sächsische Bläserphilharmonie habe sich im Kulturraum Leipziger Raum und weit darüber hinaus zu einem unverzichtbaren Kulturträger entwickelt. Dafür sagten die Gesellschafter Schulze ihren herzlichsten Dank. „Gleichzeitig würdigen wir sein großes Engagement, mit dem er sich dem Auf- und Ausbau der überaus wichtigen Nachwuchsförderung durch die Bläserakademie widmete.“

Erste Meriten als Dirigent und Anreger musikalischer und musikpädagogischer Vorhaben verdiente sich der 47-Jährige, der in Kitzscher aufwuchs und im Jugendblasorchester Espenhain spielte, vor einem knappen Vierteljahrhundert als künstlerischer Leiter der Original Lauterbacher Dorfmusikanten. Er gehörte zu den Begründern der Bad Lausicker Stadtmusik, initiierte mit ihr die Bad Lausicker Stadtmusikfeste. Er fungierte als Bad Lausicker Stadtmusikdirektor. Die Bundesvereinigung Deutscher Blasmusikverbände wählte ihn zum Bundesmusikdirektor. Musiker und Manager gleichermaßen, setzte er sich intensiv dafür ein, dass in der Kurstadt der Neubau eines Musikhauses als Heimat des traditionsreichen Rundfunkblasorchesters Leipzig gebaut wurde. Seinem sinfonischen Profil stärker Rechnung tragend, benannte sich das Ensemble in seinem 60. Gründungsjahr um in Sächsische Bläserphilharmonie. Das Musikhaus, am Rand des Kurparks errichtet, wurde 2011 eingeweiht und ist nicht nur der gemeinnützigen Träger-GmbH von Orchester und Akademie, die Schulze als Geschäftsführer, leitet, eine Heimstatt. Hier haben auch die Stadtmusik und die Außenstelle der Musikschule Muldental ihr Domizil. Hier probt das Orchester, finden international ausstrahlende Seminare statt. Eine Erfolgsgeschichte sind die beiden Anrechtsreihen im Probensaal.

Dass die Bundesregierung im Sommer die Bläserphilharmonie endlich als ein Teil der „Exzellenten Orchesterlandschaft Deutschland“ anerkannte, war das für Heiko Schulze ein Meilenstein. „Für uns bedeutet das eine Riesen-Möglichkeit, an dem Begonnenen weiterzuarbeiten und es auszubauen. Die Förderung heißt nichts anderes, als dass unser Orchester in seiner bundesweit künstlerischen Einzigartigkeit wahrgenommen wird. Es ist eine Würdigung der Leistung unserer Musiker“, sagte er. Dass die nach vielen Jahren des Verzichtes nach Tarif bezahlt würden, auch dafür setzte sich Schulze mit Nachdruck ein. Angesichts der Neuregelung der Orchester-Finanzierung im Kulturraum Leipziger Raum scheint man diesem Ziel nun näher zu kommen. Mit Beginn des neuen Jahres will sich Heiko Schulze neuen beruflichen Herausforderungen zuwenden.

Von Ekkehard Schulreich

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